Einflüsse und Sexualität

Bevor Sie mit der Lektüre dieses Themenblatts beginnen, empfiehlt es sich, den Abschnitt Präambel auf der Seite Beziehungs – und Gefühlsleben

Junge Menschen stellen sich zahlreiche Fragen zur Sexualität (neue Beziehungen, Erfahrungen, Lust, …). Sie werden mit ihrer Fantasie und den Ängsten konfrontiert, die sich einstellen, weil das Thema ihnen noch nicht ausreichend bekannt und noch relativ tabu ist. „Wie muss man sich beim ersten Mal verhalten?“, „muss unbedingt Liebe im Spiel sein?“, „ist es normal, was ich dabei fühle?“, „tut es beim ersten Mal weh?“… Die Antworten des jungen Menschen werden von unterschiedlichen Einflüssen geprägt: Da haben wir in erster Linie die gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Prägung, den Einfluss der Eltern, der Medien (einschließlich der Pornografie) und der Gleichaltrigen. Informationen aus zuverlässigen Quellen, Gegenüberstellung der verschiedenen Einflüsse oder Abstand nehmen von den verbreiteten Meinungsbildern, all das bestärkt die jungen Menschen, selbst über ihre Sexualität zu entscheiden.

Zweck der Animation 

  • Dem jungen Menschen einen kritischen Blick auf die von den Medien verbreiteten Stereotypen vermitteln, insbesondere Porno, Internet, Kino usw.
  • Dem jungen Menschen ins Bewusstsein rufen, dass seine Entscheidungen und sein Verhalten zum Teil von der seiner Erziehung geleitet werden.
  • Den jungen Menschen zum Nachdenken darüber bringen, dass Gleichaltrige und Gruppenzwang sein sexuelles Verhalten beeinflussen.
  • Den jungen Menschen verstärkt auf den Aspekt der Freiheit hinweisen, wenn es um Entscheidungen und Ausrichtung in sexuellen Fragen geht.

Auftreten des Leiters/der Leiterin

Bevor Sie mit der Animation beginnen, sollten Sie unbedingt Ihre eigenen Vorstellungen zum Thema hinterfragen. Während der Debatte werden die Jugendlichen Ideen (Meinungen, Ansichten, Argumente) austauschen, denen Sie zustimmen oder die Sie ablehnen werden. Und das ist ganz normal. Die einzigartigen Erfahrungen jedes Einzelnen prägen die Art und Weise, wie er bestimmte Themen interpretiert. Daher sind die Begriffe Respekt, Beurteilung und Auftreten eng miteinander verknüpft.

Als Leiter(in) ist es daher wichtig, auf die eigenen Vorstellungen zu achten und sie nicht zu äußern, damit sie die Diskussion mit den Jugendlichen nicht beeinträchtigen. Sie könnten sich verurteilt fühlen, und die Spontaneität der Debatte würde darunter leiden.

Denken Sie daran, dass es wichtig ist, dass junge Menschen sich ohne Tabus oder Angst vor Verurteilung ausdrücken können. Die Haltung des Leiters/der Leiterin muss einladend und respektvoll sein.

Wenn das Thema für Sie selbst heikel ist, sollte die Debatte vielleicht gemeinsam mit einer anderen Person geführt werden, die besser mit diesem Thema umgehen kann.

Theorie

 Sexuelles erwachen

„Wie muss man sich beim ersten Mal verhalten?“, „muss unbedingt Liebe im Spiel sein?“, „ist es normal, was ich dabei fühle?“, „tut es beim ersten Mal weh?“, „wie lange muss es dauern?“, „wie verhüte ich zuverlässig?“, „was ist das Vorspiel?“,… Junge Menschen stellen sich unzählige Fragen zu ihren neuen Beziehungen, ihren Erfahrungen, ihrer Lust. Sie werden mit ihrer Fantasie und den Ängsten konfrontiert, die sich einstellen, weil das Thema ihnen noch nicht ausreichend bekannt und noch relativ tabu ist. Das liegt daran, dass Jugendliche sich noch in der Identitätsbildung befinden, auch hinsichtlich ihrer Sexualität. Sie sind wirklich auf der Suche nach Orientierung und Vorbildern. Einige feste Verankerungen bestehen bereits seit der Kindheit, andere befinden sich noch im Aufbau oder werden erst im Teenageralter ausgelöst. In den Köpfen bilden sich Antworten, die zahlreichen Einflüssen unterliegen, von denen einige stärker als andere sind:

  • Gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Einflüsse,
  • Einfluss der Eltern und der Familie,
  • Einfluss Gleichaltriger,
  • Einfluss der Medien.

Idealerweise sollten diese Quellen zahlreich sein, damit sie unterschiedlicher Natur sind und gegeneinander aufgewogen werden können. Dieser Vorgang fördert bei jungen Menschen den kritischen Blick auf die Sexualität, lenkt ihre sexuelle Neugier und bietet ihnen die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen.

1) Gesellschaft, kultur und religion

Ein erster Einfluss kommt aus der Umgebung, in der die jungen Menschen aufwachsen. Als Teenager nimmt man das nicht immer wahr, denn man wird ja in dieses Umfeld hineingeboren: die Kultur, in der ein Mensch aufwächst, bildet die „Norm“ für alle, die
zum gleichen Kulturkreis gehören. Der Einfluss der Zeit, der Gesellschaft, der Kultur und der Religion, der ein Jugendlicher angehört, ist sehr stark. Dabei geht es um die Art des Handelns und Denkens, um Verbote und Gebote, die auf diese Weise vermittelt werden.
Häufig werden junge Menschen sich der Gewohnheiten und Sitten ihrer eigenen Kultur oder Religion erst bewusst, wenn diese auf andere treffen (zum Beispiel das Verhältnis zum Körper, zur Verhütung, das Verhalten in der Öffentlichkeit, die Art, seine Zugehörigkeit zu einer Religion nach außen zu tragen, die Geschlechterrolle, die Frage der Jungfräulichkeit (lesen Sie hierzu „Körper und Sexualität“). Dieses Aufeinandertreffen kann zu einer Öffnung gegenüber anderen Lebens- und Denkweisen führen, auch auf dem Gebiet der Liebesbeziehungen und der Sexualität.

2) Eltern und familie 

Eine zweite wichtige Einflussquelle geht vom engsten Umfeld, der häuslichen Umgebung, der Familie aus. Je nachdem, wie dieses Umfeld aussieht, wird mehr oder weniger über das Thema Sexualität geredet. Aber ob mehr oder weniger oder überhaupt nicht: der über die Jahre geführte Austausch (oder das gesammelte Schweigen) tragen zur sexuellen Erziehung des Jugendlichen bei. Nicht nur Worte allein, sondern auch das Verhalten der Eltern vermitteln dem jungen Menschen Werte und Vorbilder für alle Aspekte der
Liebesbeziehungen und der Sexualität. Bis zur Pubertät sind die Eltern die ersten Vorbilder für die Kinder (mit dem Eintritt in die Pubertät ändert sich das Verhältnis zu den Eltern: lesen Sie hierzu den Beitrag „Beziehungsleben“). Wenn das Thema problemlos und offenangesprochen werden kann, wird der Teenager auch leichter die Werte und Leitlinien ausmachen können: wie verhalte ich mich respektvoll, wie verhüte ich, wen kann ich fragen, usw.? Wenn Sexualität jedoch zu Hause tabu ist, kommt der Jugendliche nicht in
den Genuss dieses guten Einflusses. Dann wird das Thema erst bei Problemen (unerwünschte Schwangerschaft, sexueller Missbrauch, …) plötzlich (und darüber hinaus unter komplizierten Voraussetzungen) zur Sprache kommen. Abgesehen von den Eltern, und in noch stärkerem Maße wenn der Dialog mit den Eltern nicht möglich ist, kann der Jugendliche sich in Sexualfragen anderen Bezugspersonen anvertrauen: älteren Geschwistern, die diese Erfahrung teilen, seinem Paten, einer Tante z.B.

3) Gleichaltrige 

Das Umfeld übt einen enormen Einfluss auf Teenager aus (lesen Sie hierzu den Beitrag „Beziehungsleben“). Das gilt vor allem für den Freundeskreis, auch in Bezug auf die Sexualität. Wenn der Freundeskreis die gleichen Werte teilt, besteht die Möglichkeit des
respektvollen Austauschs. Das stärkt den Jugendlichen. Dieses sogenannte assertive Verhalten hat einen Schneeballeffekt, denn es stärkt das Selbstvertrauen des jungen Menschen und macht ihn selbstsicherer. Selbstvertrauen ist aber in Fragen der Liebe und
der geschlechtlichen Beziehungen wichtig. Im Teenageralter wird unter Gleichaltrigen häufig über Sex geredet. Von daher ist es wichtig, sich Freunde auszusuchen, die die gleichen Werte teilen. Leider verleugnen manche Jugendliche ihre Werte, um zur Gruppe zu gehören, indem sie beispielsweise Verhaltensweisen übernehmen, die sich nicht billigen, indem sie Risiken eingehen oder es nicht wagen, nein zu sagen. Sie überschreiten ihre Grenzen und tun Dinge, die sie allein nicht wagen würden. Die Stärke der Gruppe spielt hier eine wichtige Rolle, positiv wie negativ. Teenager sollten sich eigentlich zunächst fragen, ob der Freundeskreis wirklich zu ihnen passt, ob sie ihre Meinung frei äußern können, ob die Werte der Gruppe auch ihre eigenen Werte sind.

4) Die medien 

Aber nicht nur Kultur, Familie und Gleichalterige beeinflussen das sexuelle Verhalten der Jugendlichen, sondern in erheblichem Maße auch die Medien. Diesem Einfluss kann sich niemand entziehen: der öffentliche Raum, das Fernsehen, Magazine, Internet usw. Sie
überfluten uns, sogar dann wenn wir sie überhaupt nicht in Anspruch nehmen. Das Diktat der Mode, die von den TV-Serien oder dem Internet verbreiteten Stereotypen, der Zugang zu allen möglichen Websites, die Allgegenwart von Porno, die Vielzahl der Bildschirme, die schon in Kinderzimmern stehen… sind nur einige Beispiele. Wenn junge Menschen sich diesem Einfluss schon nicht entziehen können, besteht die Herausforderung darin, sich einen kritischen Blick auf die Flut an Botschaften zuzulegen, die über sie hereinbricht. Mit anderen Worten: junge Menschen müssen sich bewusst werden, dass die Medien versuchen, ihre Entscheidungen, ihr Handeln, ihre Wertvorstellungen zu beeinflussen, und sie müssen lernen, diese Botschaften zu entschlüsseln: TV-Serien stellen Liebesbeziehungen zwischen Menschen rosig dar, die in der Werbung gezeigten Körper sind immer perfekt gestylt, die Rollen sind immer genderspezifisch und es besteht wenig Raum für das Anderssein, um nur einige wenige Beispiele zu nennen (lesen Sie hierzu den Beitrag „Die Medien entschlüssel“).

Fallbeispiel Pornografie:
Studien belegen, dass 84% der minderjährigen Jugendlichen bereits mit pornografischen Inhalten konfrontiert wurden*. Neugier, Sexualtrieb, Fantasien und Suche nach Vergnügen wecken beim Jugendlichen den Drang, nach solchen Inhalten zu suchen. Pornografische Darstellungen wecken aber falsche Vorstellungen bei jungen Menschen, denn Porno ist ein kommerzielles Produkt, das Verbraucher anziehen soll. Dabei geht es um Erregung, nicht um Erziehung. Aus Gründen der Ästhetik oder der Attraktivität eines Drehbuchs werden täuschende, ja sogar unwahre Botschaften vermittelt. Pornografie kann zum Problem werden, wenn es der einzige Weg zur Sexualität ist. Pornografische Darstellungen können auch schnell Ängste, Fragen und Komplexe auslösen.
*Quelle : Revue Éducation Santé n°233 – April 2008 – „Les jeunes et le porno“, HERBIGNIAUX F.
Tendenziell fördert „Sex in den Medien“ …
  • Komplexe bei Jugendlichen, denn nichts ist in der Wirklichkeit so wie es die Medien darstellen. Die Körperattribute werden besonders vorteilhaft dargestellt: pralle Brüste, Größe des Penis weit über dem Durchschnitt, maßlose Übertreibung der Dauer des Geschlechtsverkehrs, Praktiken, die nichts als Fantastereien sind, …;
  • Stereotypen zu der Rollenverteilung zwischen Jungen und Mädchen: Männer sind stark und viril, Frauen sexy und übertrieben feminin…
  • Die Schaffung von Normen hinsichtlich der Geschlechtsidentität: der Mann muss begehrlich sein, die Frau begehrenswert. Männer entscheiden, Frauen fügen sich ohne ihre Meinung zu äußern, …
  • Die Banalisierung bestimmter Formen von verbaler, psychischer, physischer und sogar sexueller Gewalt. Kaum ein Drehbuch enthält keine Gewaltszene, vom einfachen Klaps auf den Po bis zur gespielten Vergewaltigung. Bekanntlich wecken aber gewalttätige Szenen wegen ihrer Aggressivität die meiste Aufmerksamkeit.
Die Pornografie beeinflusst das sexuelle Verhalten junger Menschen eindeutig (neue Praktiken, Redensarten, …). Sie sollte also gegenüber Jugendlichen thematisiert werden, zumindest sollten wir für die Fragen der jungen Menschen offenstehen. Das Schlimmste wäre, die jungen Menschen mit ihren Fragen und Ängsten allein zu lassen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, den kritischen Geist bei Jugendlichen zu stärken.

5) Bildung einer persönlichen meinung 

Von Kindheit an gibt es beim Menschen eine Art Kopfkino. Das sind die Träume des kleinen Mädchens oder Jungen, in denen es um den Märchenprinzen geht, die Zeichentrickfilme, in denen es um Liebe geht, vermischt mit der kindlichen Wahrnehmung
der Erwachsenenwelt. Diese unterschiedlichen Einflüsse werden wegfallen, deren Zusammenwirken aber wird dazu beitragen, dass der Jugendliche eine mehr oder weniger genaue Vorstellung davon hat, was für ihn Liebe und Sexualität bedeutet. Daraus
entstehen sexuelle Ausrichtung, Erwartungen, Wertvorstellungen, mehr oder weniger klare Leitlinien, die sich sicher mit der Zeit und mit zunehmender Erfahrung weiterentwickeln werden. Sie werden unvermeidlich auf eine Realität stoßen, die möglicherweise überhaupt nicht den Vorstellungen des jungen Menschen entspricht. Damit die Kluft zwischen Traum und Wirklichkeit nicht zu tief ist, und damit der Jugendliche sich weniger hilflos fühlt, muss er unbedingt ermutigt werden, sich über Fragen der Sexualität und der Verhütung zu informieren. Dabei sollten ihm sichere und gute Informationsquellen gezeigt werden, insbesondere sollte er ermuntert werden, sich Fachleuten anzuvertrauen: Hausarzt, Schulkrankenschwester, Familien-, Jugendberater, Apotheker, … Stets sollte aber darauf geachtet werden, keine Schuldgefühle zu erzeugen und das Interesse für dieses Thema zu wecken.

Je besser junge Menschen aufgeklärt sind, desto eher lernen sie, richtig mit ihrer Sexualität und mit ihren Liebesbeziehungen im breiteren Sinn verantwortungsbewusst umzugehen.

Animation Frasbee<br> &nbsp;

Hier sind die Debattensätze, die wir Ihnen zu diesem Thema vorschlagen. Alle Themenbereiche Beziehungs – und Gefühlsleben können gemischt werden, da sie sehr eng miteinander verknüpft sind.

Ob es nun darum geht, eine erste Erfahrung zu machen, oder ob es sich bereits um eine Etappe in einer Liebesbeziehung handelt, ideal ist es , wenn der Jugendliche sich bereit fühlt, frei, die geschlechtliche Beziehung einzugehen, seine(n) Partner(in) zu wählen. Er sollte auch in der Lage sein, seine Ängste und seine Wünsche mit dem/der Partner(in) auszutauschen. Wichtig ist also der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen den Liebenden

Jungfräulichkeit lässt sich auf mehrere Arten definieren und entspricht mehreren Vorstellungen: geht es um die körperliche Unversehrtheit (Vorhandensein des Hymens bei der Frau) oder darum, noch keinen Sex gehabt zu haben? Was bedeutet aber dann „Sex“? Jeder sollte sich hierzu nach seinen Vorstellungen äußern und die Frage mit seiner Umgebung, den Eltern, Freunden usw. besprechen.

Für die erste Erfahrung gibt es keine Norm, auch wenn die sexuelle Volljährigkeit bei 16 Jahren liegt. Aber das Alter, in dem junge Menschen den ersten Sex haben, kann sich auf den Freundeskreis und die Zugehörigkeit zur Gruppe auswirken. Wichtig ist, dass der junge Mensch sich frei, körperlich und psychisch bereit fühlt, seinem Partner vertraut und sich von ihm in seinen Entscheidungen geachtet fühlt.

Der Zugang zum Internet und zu den sozialen Netzen erlaubt den Jugendlichen, sich über die Sexualität zu informieren, ihre Neugier zu stillen sowie intime und sensible Themen anonym anzuschneiden. Einfach, schnell und leicht zugänglich ist das Internet die bevorzugte Informationsquelle vieler Jugendlicher. Allerdings ist das Angebot sehr vielfältig und der (oft versteckte) kommerzielle Hintergrund einiger Webseiten ist keine Gewähr für die Qualität der Information … Die von den Medien verbreiteten Stereotypen von Leistung und Konsum (Sex als Konsumgut) sind kein wirkliches Abbild der Realität. Wichtig ist also die Suche nach Gesundheitswebseiten, die zuverlässige und nuancierte Informationen bieten, die für eine Meinungsbildung und die persönliche Entscheidung wichtig sind.

Es gibt mehrere (physiologische, kulturelle, erbliche, genetische, umweltgestützte) Theorien zur Erklärung der Homosexualität, von denen bis heute keine wissenschaftlich erhärtet werden konnte. Die sexuelle Ausrichtung tritt zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben des jungen Menschen auf. Zunächst ist sie noch fließend, aber nach und nach, im Zuge der Entdeckung der Lust und der gesammelten Erfahrungen wird sie konkreter. Nicht selten durchleben junge Menschen in dieser Zeit homosexuelle oder bisexuelle Neigungen, die vorübergehend oder aber zu einer endgültigen Ausrichtung führen können. Es folgt ein Prozess des Annehmens und eine Entscheidung für seine Ausrichtung. Auch wenn die sexuelle Ausrichtung keine bewusste Entscheidung ist, kann man sich für die Art entscheiden, wie man sie lebt.

Im Internet ist Pornografie leicht zugänglich und junge Menschen kommen leicht in Versuchung, sie zum Vorbild zu nehmen. Solche Webseiten verbreiten aber zahlreiche Stereotypen (Hochleistung, Unterwerfung, Lust, Frau als Objekt, Gewalt erhalten hier Kultstatus). Diese „Vorbilder“ verfälschen aber das Verhältnis des Jugendlichen zu seiner Sexualität und seinem Gefühlsleben. Statt aber die Pornografie als Gefahr und Tabu zu verteufeln und auf diese Weise mit Abweichung gleichzustellen, sollten wir sie lieber als Aspekt des Gefühls- und Sexuallebens des Jugendlichen betrachten. Wenn wir die Diskussion zu diesem Thema eröffnen, hat der junge Mensch auch die Möglichkeit, seinen kritischen Blick zu erweitern und aus der Pornografie ein Instrument unter vielen zu machen, um seine Erregung zu erwecken und seine Lust und Fantasie zu beflügeln.

Dokumente zum Herunterladen

Im Folgenden können Sie die Datei “Einflusse und Sexualitat” herunterladen, die den gesamten theoretischen Inhalt dieser Themenseite enthält, um die Animation vorzubereiten. Sie können auch die Frasbee-Animationsdatei zu diesem Thema herunterladen. Nach dem Ausdrucken müssen Sie nur noch die Debattensätze ausschneiden, die Sie bei der Animation verwenden möchten.

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Auf der Karte „BGS” sind 5 getrennte, aber auch stark implizit zusammenhängende Themenbereiche getrennt zusammengefasst, die Ihnen bei der Vorbereitung Ihrer Animationen auf zielgerichtete oder allgemeinere Weise helfen sollen. Diese bilden jedoch keine „EBGS“-Animation. Wenn Sie eine spezielle „EBGS“-Animation einrichten möchten, erhalten Sie entsprechende nützliche Informationen bei einem Psycho-Medizinisch-Sozialen Zentrum (PMS), einer Dienststelle zur Förderung der Gesundheit in der Schule (PSE) oder auch bei einem Zentrum für Familienplanung. In der DG bei KALEIDO.

Je nach Zielen Ihrer Animation besteht außerdem die Möglichkeit, verschiedene Themenbereiche miteinander zu kombinieren, wobei es zu beachten gilt, maximal 10 Sätze für die Frasbee-Animation auszuwählen.