Light

Seit dem Konsum von Halbfettmilch ab den 60er Jahren überschwemmen die sogenannten Light-Produkte die Regale der Supermärkte: Es gibt mittlerweile eine Light-Version fast aller Produkte. Wenn sie anfangs vor allem von Frauen konsumiert wurden, so isst heute jeder sie. In einer Zeit, in der die perfekte Figur oft wie eine Priorität gelebt wird, ist „light“ zu einer wahren Lebensphilosophie geworden. Wir trinken light, wir essen light… von Milchprodukten über Getränke und Schokolade bis hin zu Fleischwaren, Chips, Fertiggerichten, Keksen… Übermäßiger Konsum sollte von nun an erlaubt sein.

Zweck der Animation 

Den Jugendlichen dazu bringen, die Botschaft der Werbungen für Light-Produkte kritisch zu beäugen (in Bezug auf die Etikettierung: Nährstoff-Angaben).

Auftreten des Leiters/der Leiterin

Bevor Sie mit der Animation beginnen, sollten Sie unbedingt Ihre eigenen Vorstellungen zum Thema hinterfragen. Während der Debatte werden die Jugendlichen Ideen (Meinungen, Ansichten, Argumente) austauschen, denen Sie zustimmen oder die Sie ablehnen werden. Und das ist ganz normal. Die einzigartigen Erfahrungen jedes Einzelnen prägen die Art und Weise, wie er bestimmte Themen interpretiert. Daher sind die Begriffe Respekt, Beurteilung und Auftreten eng miteinander verknüpft.

Als Leiter(in) ist es daher wichtig, auf die eigenen Vorstellungen zu achten und sie nicht zu äußern, damit sie die Diskussion mit den Jugendlichen nicht beeinträchtigen. Sie könnten sich verurteilt fühlen, und die Spontaneität der Debatte würde darunter leiden.

Denken Sie daran, dass es wichtig ist, dass junge Menschen sich ohne Tabus oder Angst vor Verurteilung ausdrücken können. Die Haltung des Leiters/der Leiterin muss einladend und respektvoll sein.

Wenn das Thema für Sie selbst heikel ist, sollte die Debatte vielleicht gemeinsam mit einer anderen Person geführt werden, die besser mit diesem Thema umgehen kann.

Theorie

Ein Trend, der von Werbefachleuten ausgenutzt wird!

„Hilft, eine schlanke Linie zu bewahren, 0% Komplexe…“, so viele Slogans, um den Kunden zu ködern; seriös und absolut abwegig liegen hier nah beieinander. Wie soll man sich da zurechtfinden?

Zuerst sollte der Kunde sich auf die Informationen stützen, die ihm zur Verfügung stehen, nämlich das Etikett.

Vergleicht man ein klassisches Produkt mit seiner Light-Variante, scheint ein Unterschied zwischen der Kalorienanzahl zu bestehen, aber er ist minimal, sodass der Kauf des Light-Produktes oft nicht gerechtfertigt ist! Denn tatsächlich verbinden wir oft 0 % Fett oder 0 % Zucker mit 0 Kalorien. Wobei ein zucker- oder fettärmeres Produkt nicht unbedingt ein kalorienarmes Produkt ist. Eine Verminderung des Zuckergehaltes kann durch eine Erhöhung des Fettgehaltes ausgeglichen werden und umgekehrt.

Darüber hinaus scheint der Begriff „light“, einigen Kunden das Gewissen zu erleichtern und sie dazu zu verleiten, größere Mengen dieses Produktes in kürzeren Zeitabständen zu sich zu nehmen. Achtung bei diesem Widerspruch „ich esse light, also bleibe ich schlank“!

Preislich sind Light-Produkte oft teurer und wenn der Preis derselbe ist, sind die vorgegebenen Mengenangaben für Light-Produkte oft niedriger.

Einige Light-Produkte können eine Diät begleiten, aber sie sind keinesfalls die Wunderwaffe gegen überflüssige Pfunde.

Es sei noch daran erinnert, dass zahlreiche Nahrungsmittel auf ganz natürliche Art und Weise kalorienarm sind (Früchte, Gemüse…) und ihr täglicher Verzehr in Kombination mit regelmäßiger Bewegung ist die beste Lösung, um eine schlanke Linie zu behalten.

Quellen für weitere Informationen

Animation Frasbee

Nein, sie können bei einigen Diäten hilfreich sein. Nicht weil sie light sind, soll man mehr von ihnen essen.

Light bedeutet nicht zwangsläufig 0 % Zucker und/oder 0 % Fett. Außerdem enthält nicht alles mit 0 % Zucker unbedingt 0 % Fett und umgekehrt. Zögert nicht, die Etiketten von 2 ähnlichen Produkten zu vergleichen.

Die Werbefachleute versprechen eine gute Gesundheit, um ihre Produkte zu verkaufen. Das nimmt den Verbrauchern das Schuldgefühl.

In einigen Fällen können Light-Produkte empfohlen werden. Das reicht aber nicht aus. Man muss sich ausgeglichen ernähren und bei Bedarf einen Arzt oder Ernährungsberater hinzuziehen, statt Diäten aus Zeitschriften zu befolgen.

Zahlreiche Light-Produkte haben Mädchen als Zielpublikum. Allerdings entstehen neue Trends, die in Richtung Jungen gehen. Die Bezeichnung „light“ wird umgewandelt in „zero“, „blue“…

Dokumente zum Herunterladen

Im Folgenden können Sie die Datei “Light” herunterladen, die den gesamten theoretischen Inhalt dieser Themenseite enthält, um die Animation vorzubereiten. Sie können auch die Frasbee-Animationsdatei zu diesem Thema herunterladen. Nach dem Ausdrucken müssen Sie nur noch die Debattensätze ausschneiden, die Sie bei der Animation verwenden möchten.

Alle theoretischen und thematischen Dateien sowie die Frasbee-Animationsdateien können auch von der Seite Unterstützung heruntergeladen werden.

Verwandte Themenbereiche

Wenn Sie dieses Thema vertiefen möchten, zögern Sie dann nicht, dieses inhaltlich sowie die Animationssätze um einen der nachstehenden Themenbereiche zu vervollständigen. Je nach dem von Ihnen gesetzten Rahmen und der verfügbaren Zeit kann eine Kombination aus zusätzlichen Themenbereichen die Vielfalt der Debatten bereichern und die Jugendlichen zu einer Teilnahme anregen. Es wird jedoch empfohlen, nicht mehr als 10 Diskussionssätze in Verbindung mit mehreren Themen auszuwählen. Wählen Sie diese aus, indem Sie im Vorfeld die Themen der Diskussion identifizieren, die Sie bei den Jugendlichen anstoßen möchten.