Wasser und Süssgetränke

Wasser ist lebensnotwendig. Es ist das einzige Getränk, das für eine gute Gesundheit unerlässlich ist! Und dennoch steigt der Konsum von Süßgetränken in den letzten Jahren stetig, und das, obwohl Übergewicht und Fettleibigkeit ein echtes Problem der Volksgesundheit darstellt…

Zweck der Animation 

  • Den Jugendlichen dazu auffordern über den Platz des Wassers in seiner Ernährung
    nachzudenken.
  • Das kritische Denken des Jugendlichen über Marketing im Zusammenhang mit diesen
    Gertränken fördern.
  • Dem Jugendlichen das Denken über sein Konsumieren und Auswählen der Getränke zu
    ermöglichen.

Auftreten des Leiters/der Leiterin

Bevor Sie mit der Animation beginnen, sollten Sie unbedingt Ihre eigenen Vorstellungen zum Thema hinterfragen. Während der Debatte werden die Jugendlichen Ideen (Meinungen, Ansichten, Argumente) austauschen, denen Sie zustimmen oder die Sie ablehnen werden. Und das ist ganz normal. Die einzigartigen Erfahrungen jedes Einzelnen prägen die Art und Weise, wie er bestimmte Themen interpretiert. Daher sind die Begriffe Respekt, Beurteilung und Auftreten eng miteinander verknüpft.

Als Leiter(in) ist es daher wichtig, auf die eigenen Vorstellungen zu achten und sie nicht zu äußern, damit sie die Diskussion mit den Jugendlichen nicht beeinträchtigen. Sie könnten sich verurteilt fühlen, und die Spontaneität der Debatte würde darunter leiden.

Denken Sie daran, dass es wichtig ist, dass junge Menschen sich ohne Tabus oder Angst vor Verurteilung ausdrücken können. Die Haltung des Leiters/der Leiterin muss einladend und respektvoll sein.

Wenn das Thema für Sie selbst heikel ist, sollte die Debatte vielleicht gemeinsam mit einer anderen Person geführt werden, die besser mit diesem Thema umgehen kann.

Theorie

„Wasser ? Na, Logisch!“

Unser Organismus besteht zu 60 bis 70 % aus Wasser. Jeden Tag verlieren wir 1,5 bis 2 Liter Wasser durch die einfache Tatsache, dass wir atmen, schwitzen, urinieren und verdauen. Diese Wassermenge muss wieder kompensiert werden. Ein Flüssigkeitsverlust von 5 bis 10 % unseres Körpergewichts reicht aus, um schwerwiegende Probleme zu verursachen.

Wasser erfüllt zahlreiche Stoffwechselfunktionen: Transport von Nährstoffen zu den Zellen, Eliminieren von Giftstoffen, Wärmeregulierung des Körpers… Es sorgt für einen ausreichenden Nachschub an Mineralien (Kalzium, Magnesium, Natrium).

Wie viel Wasser muss Man Trinken ? 

Die tägliche Wasserzufuhr muss durchschnittlich 2 bis 3 Liter betragen. Das Wasser, das in Form von Getränken zu sich genommen wird, muss mindestens 1 bis 1,5 Liter betragen. Diese Wasserzufuhr wird durch das Wasser, das sich in Nahrungsmitteln (Gemüse, Früchte…) befindet, die wir täglich konsumieren, ergänzt. Bei großer körperlicher Anstrengung oder starker Hitze muss die Wasserzufuhr erhöht werden.

Es ist entscheidend, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken und nicht nur, wenn man durstig ist! Das Durstgefühl ist ein Alarmzeichen, das angibt, dass dem Körper Wasser fehlt, was langfristig zu Müdigkeit, Verstopfung oder der Austrocknung der Haut führen kann.

Einige sensiblere Personen müssen mehr trinken: Dies ist der Fall für Kleinkinder (die nicht immer sagen können, dass sie durstig sind) und Senioren (die kein Durstgefühl mehr haben).

Welches Wasser Trinken ? 

Ob es sich nun um Wasser aus der Flasche oder dem Hahn handelt, es muss sehr strengen Kriterien genügen, die seine Trinkbarkeit gewährleisten. In Belgien ist Leitungswasser das meistkontrollierte Nahrungsmittel. Seine Qualität unterliegt einer ständigen Kontrolle. Es handelt sich also um ein gesundes und qualitativ hochwertiges Produkt.

Jedes Wasser ist gut, aber ein jedes besitzt besondere Eigenschaften.

Leitungswasser

Es stammt aus Quellen, tiefen Wasserflächen (Grundwasser), Flüssen oder aus allen dreien auf einmal.

Es ist weder besonders reich an Mineralien noch an Spurenelementen, aber es enthält doch kleine Mengen dieser Substanzen (Kalzium, Natrium, Kalium…), die von Region zu Region und im Laufe des Jahres variieren. Dieser Mineralgehalt, die sogenannte „Wasserhärte“, beeinflusst Geschmack und Farbe des Wassers. Ein kalziumreiches Wasser beispielsweise ist kalkhaltig und leicht weißlich.

Die weitverbreitetste Kritik am Leitungswasser ist sein gelegentlicher Chlorgeschmack.

Dieser Geschmack ist Folge der Trinkwasseraufbereitung. Das Chlor zerstört Mikro-Organismen, die im gewonnenen Wasser enthalten sind, und beugt ihrer Entwicklung beim Weitertransport des Wassers durch die Kanalisation vor. Um diesen Geschmack zu beseitigen, muss eine Entgasung des im Wasser enthaltenen Chlors herbeigeführt werden. Es reicht aus, das Wasser in einer offenen Karaffe ruhen zu lassen, am besten im Kühlschrank. Es ist auch möglich, dem Wasser Aromen hinzuzufügen, wie Zitronensaft oder einige Minzblätter.

Was die Kosten angeht, bleibt Leitungswasser am interessantesten.

Quellwasser

Es handelt sich um Wasser aus unterirdischen Quellen, das bakteriologisch und chemisch rein ist. Ob es sich nun um stilles Wasser oder Sprudelwasser handelt, es wird ohne Aufbereitung in Flaschen gefüllt, da es bereits beim Austritt aus der Quelle rein ist.

Mineralwasser

Es handelt sich wie beim Quellwasser um Wasser aus unterirdischen Quellen, das bakteriologisch und chemisch rein ist. Es wird nicht aufbereitet und an der Quelle in Flaschen gefüllt. Seine Zusammensetzung von Mineralien und Spurenelementen ist konstant und es ist von anerkannter öffentlicher Bedeutung für die menschliche Gesundheit. Einige Sorten sind sehr reich an Mineralien, andere enthalten im Gegensatz sehr wenige. Sehr mineralhaltiges Wasser kann sich mit gesundheitlichen Vorteilen brüsten. Einige Wassersorten weisen also gesundheitsfördernde Eigenschaften auf. Je nach ihrer Zusammensetzung können sie somit gemäß den besonderen Bedürfnissen empfohlen werden.

Mineralwasser kann nach seiner Mineralisierung eingestuft werden: Um die Einstufung zu kennen, genügt es, auf dem Etikett die Angaben zum „Trockenrückstand“ zu betrachten (dieser Indikator drückt den Mineralrückstand nach dem Verdampfen von 1 Liter Wasser bei einer Erhitzung von 180°C aus).

  •  Schwach mineralisiertes Wasser: Es enthält weniger als 500 mg Mineralien pro Liter und kann regelmäßig von allen getrunken werden. Es wird auch für die Vorbereitung von Fläschchen empfohlen.
  •  Wasser mittlerer Mineralisierung: Es enthält 500 mg bis 1500 mg Mineralien pro Liter.
  •  Stark mineralisiertes Wasser enthält mehr als 1500 mg Mineralien pro Liter.
  •  Sprudelwasser, natürlich oder durch Kohlensäurezufuhr. Es hat keine besonderen Eigenschaften, kann aber zu Blähungen führen oder bei einigen zu einer besseren Verdauung.
Aufbewahrung

Es ist ratsam, Wasser lichtgeschützt aufzubewahren und eine seit mehr als zwei Tagen geöffnete Flasche wegzuwerfen.

Lust, der Natur etwas Gutes zu tun? Warum keine Trinkflasche anschaffen, statt Plastikflaschen, Tetrapak und/oder Büchsen zu kaufen, die eine große Abfallmenge produzieren? Diese Lösung ist nicht nur eine große Erleichterung für den Geldbeutel, sondern ermöglicht auch, die Getränke zu variieren (Leitungswasser, Fruchtsaft, Grenadine…), wenn auch, wir erinnern uns, Wasser das einzige lebensnotwendige Getränk ist.

Süssgetränk 

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Wasser ist das einzige Getränk, das für die Gesundheit unerlässlich ist. Übergewicht und Fettleibigkeit sind ein echtes Problem in unserer heutigen Gesellschaft, aber der Konsum süßer Getränke steigt stetig.

Limonaden, Fruchtsäfte, Sirup… Die Auswahl ist groß! Seinen Durst täglich mit solchen Getränken stillen, birgt Gesundheitsrisiken (Übergewicht, Diabetes…).

Gute Gründe, nicht zu viele Süssgetränke zu Konsumiere

Eine Büchse eines Süßgetränks (33 cl) enthält 7 Stücke Zucker, wobei der empfohlene Tagesbedarf bei 15 Stücken (also 90 g/Tag) liegt. Dies bedeutet also, dass der Konsument solcher Süßgetränke bereits die Hälfte seines täglichen Zuckerbedarfs erreicht hat!

  •  Zunahme des metabolischen Syndroms: Einer jüngsten amerikanischen Studie zufolge steigt das Risiko für die Entwicklung des metabolischen Syndroms bei Kindern, die regelmäßig Süßgetränke zu sich nehmen, um 14%. Dieses Syndrom beinhaltet unterschiedliche Symptome (abdominale Adipositas, zu niedriger Cholesterinspiegel, erhöhter Blutdruck…) und führt oft zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes des Typs 2.Die Fruktose ist hierfür hauptverantwortlich (Bestandteil der Saccharose = Zucker, die in großen Mengen in diesen Getränken enthalten ist).
  •  Schädliche Auswirkung auf die Zähne: Wenn man Süßgetränke konsumiert, bleibt eine hohe Konzentration von einfachen Kohlenhydraten (Fruktose, Saccharose, Glukose) auf den Zähnen zurück. Diese gären durch die Wirkung von Bakterien und lösen den Zahnschmelz auf, was Karies verursacht.
  •  Nährstoffzufuhr gleich Null: Diese Getränke beinhalten wenige oder keine Vitamine, Mineralien, Proteine, Ballaststoffe oder andere lebensnotwendigen Elemente. Man nennt sie „leere Kalorien“. Man findet allerdings Zusatzstoffe, wie Aromen, Emulgatoren, Konservierungsstoffe und Farbstoffe… in ihnen. Kurz gesagt: Viele Zutaten, die man besser nicht zu sich nehmen sollte! Es sei ebenfalls zu bemerken, dass der Zusatz von Koffein in einigen Getränken eine harntreibende Wirkung hat.
Hier eine liste dessen, was einige der Bekannstesten Süssgetränke enthalten… 
Limonaden

werden mit natürlichen Zitronenextrakten aromatisiert. Sie enthalten Kohlensäure und im Allgemeinen 110 g Zucker pro Liter. Je nach Marke werden auch Pflanzen- oder Aromaextrakte, Zitronensäure und Farbstoffe hinzugefügt.

Cola

ist ein Süßgetränk, das mit Pflanzenextrakten, Kolanüssen und Karamell angereichert ist, was ihm diese besondere braune Farbe verleiht. Dieses Getränk enthält auch Koffein, ein Aufputschmittel, das Schlaflosigkeit verursachen kann.

Tonic – und Bittergetränke

sind Süßgetränke, die Orangen- oder Limonen-Extrakte beinhalten und manchmal mit anderen Pflanzenextrakten, wie Chinarinde, aromatisiert werden. Letzteres enthält Chinin, ein Mittel, das die Herzfrequenz beschleunigt. Deswegen sollten Kinder diese Getränke nicht zu sich nehmen.

Sirup

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheinen mag, sind auch Sirups Süßgetränke. Ein Teil Sirup mit Wasser vermengt, ergibt ein Süßgetränk, das so viel Zucker enthält wie ein handelsübliches Süßgetränk. Außerdem gewöhnen diese Getränke Kinder an den Geschmack von Zucker.

Fruchtnektar

Es handelt sich um konzentriertes Fruchtpüree mit Wasser und Zucker. Besser auf einen Fruchtsaft ohne zusätzlichen Zucker zurückgreifen!

Light-Getränke : eine alternative zu Süssgetränken

Der Vorteil von Light-Getränken ist der sehr niedrige Kaloriengehalt, der beinahe bei null liegt. Allem Anschein nach nimmt man also keine einzige Kalorie zu sich, obwohl man „süß“ trinkt.

Im Gegensatz zu Wasser unterhalten sie jedoch das Verlangen nach dem Zuckergeschmack, was zu mehr Naschen führen kann. Dies beweist noch einmal, dass Wasser das einzige lebensnotwendige Getränk ist! schließen

Quellen für weitere Informationen

 

Animation Frasbee

Wasser ist das einzige lebensnotwendige Getränk. Die anderen Getränke dürfen nur in Maßen getrunken werden, insbesondere Süßgetränke, die sehr hohe Zuckermengen enthalten können und somit zu einer Gewichtszunahme und Karies führen können. Die Empfehlung ist 1,5 l Wasser pro Tag, zusätzlich zu dem Wasser, das in den Nahrungsmitteln enthalten ist. Diese Wasserzufuhr ist notwendig, um den Verlust durch Urin, Stuhlgang, Schweiß und Atmung auszugleichen.

Ob nun die schmale Form der Flasche oder der Vermerk „schlankmachend“, jedes Argument ist gut, um den Verkauf zu steigern! Einige stark mineralisierte Wassersorten erhöhen die Diurese (Urinvolumen in 24 h) und fördern die Eliminierung von Giftstoffen. Diese Eigenschaft wird von den Werbefachleuten oft als Verkaufsargument benutzt. Wasser macht aber natürlich nicht schlank und lässt noch weniger das Fett dahinschmelzen!

Nur Wasser versorgt den Körper wirklich mit Feuchtigkeit, Süßgetränke hingegen geben unmittelbar den Eindruck von Erfrischung. Allerdings erhöhen sie das Durstgefühl. Nur Wasser stillt den Durst langfristig.

Wie für jedes Lebensmittel gilt auch hier: Der übertriebene Genuss ist gesundheitsschädlich. Neben der Verursachung von Gewichtszunahme und Fettleibigkeit wurden andere schädliche Einflüsse festgestellt: Diabetes Typ 2 und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowohl bei Erwachsenen als auch Kindern, Karies und eine sehr geringe bis keine Zufuhr von lebensnotwendigen Nährstoffen.

Dieser Satz hat einen doppelten Sinn. Ziel des Satzes ist die Überlegung und der
Austausch von Ideen, nicht nur die Differenzierung der Begriffe. Alles ist eine Frage des Geschmacks. Jeder muss für sich das Wasser oder die Wassersorten finden, die ihm
schmecken, Leitungswasser inbegriffen. Leitungswasser offen stehen lassen oder in den Kühlschrank stellen verbessert den Geschmack. Es ist aber auch möglich, dem Wasser Aromen hinzuzufügen, wie Zitronensaft oder einige Minzblätter.

Light-Getränke haben fast denselben Zuckergeschmack wie die traditionellen Süßgetränke. Der Zucker wurde durch Süßstoffe ersetzt, die den süßen Geschmack ohne Kalorien verleihen. Dennoch nimmt man durch Light-Getränke nicht ab! Im Gegensatz zu Wasser unterhalten sie das Verlangen nach dem Zuckergeschmack, was zu mehr Naschen führen kann. Dies beweist noch einmal, dass Wasser das einzige lebensnotwendige Getränk ist!

Um die empfohlene Menge zu trinken, ist es wichtig, über den ganzen Tag verteilt Wasser zu trinken und nicht nur bei den Mahlzeiten. Deswegen ist es ratsam, an öffentlichen Orten (Schulen, Büros…) Zugang zu Wasser zu gewähren und das Wassertrinken im Unterricht, Büro… zu gestatten.

Dokumente zum Herunterladen

Im Folgenden können Sie die Datei “Wasser und Sussgetranke” herunterladen, die den gesamten theoretischen Inhalt dieser Themenseite enthält, um die Animation vorzubereiten. Sie können auch die Frasbee-Animationsdatei zu diesem Thema herunterladen. Nach dem Ausdrucken müssen Sie nur noch die Debattensätze ausschneiden, die Sie bei der Animation verwenden möchten.

Alle theoretischen und thematischen Dateien sowie die Frasbee-Animationsdateien können auch von der Seite Unterstützung heruntergeladen werden.

Verwandte Themenbereiche

Wenn Sie dieses Thema vertiefen möchten, zögern Sie dann nicht, dieses inhaltlich sowie die Animationssätze um einen der nachstehenden Themenbereiche zu vervollständigen. Je nach dem von Ihnen gesetzten Rahmen und der verfügbaren Zeit kann eine Kombination aus zusätzlichen Themenbereichen die Vielfalt der Debatten bereichern und die Jugendlichen zu einer Teilnahme anregen. Es wird jedoch empfohlen, nicht mehr als 10 Diskussionssätze in Verbindung mit mehreren Themen auszuwählen. Wählen Sie diese aus, indem Sie im Vorfeld die Themen der Diskussion identifizieren, die Sie bei den Jugendlichen anstoßen möchten.