Diäten

In einer Gesellschaft, die viel Wert auf das Aussehen legt, schaffen die Angst, dick zu sein und die negative Wahrnehmung des eigenen Körpers negative Gefühle beim Jugendlichen (Selbstverachtung, Unfähigkeit…). Hinzu kommt der Einfluss von Zeitschriften und anderen Medien, die die Jugendlichen mit Bildern von Topmodeln bombardieren, deren extreme Schlankheit als Ideal gepriesen wird, obwohl sie oft so übertrieben schlank sind, dass dies Gesundheitsrisiken für die Models birgt. Um zu gefallen bzw. sich selbst zu gefallen, improvisieren die Jugendlichen vielleicht Diäten, ohne ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Aber Achtung: Nicht jede Diät ist ratsam für einen Jugendlichen, da sie sein Wachstum und seinen allgemeinen Gesundheitszustand durcheinanderbringen könnte: Müdigkeit, Verringerung der Aufmerksamkeit, Mangelerscheinungen, Verlust von Muskelmasse… 

In diesem Themenbereich greifen wir keine Essstörungen auf (Anorexie, Bulimie…). Wenn Sie diese Themen mit den Jugendlichen ansprechen wollen, raten wir Ihnen, dies in Zusammenarbeit mit Fachleuten zu tun (Schulgesundheitsvorsorge, PMS, Familienplanungszentren…) 

Zweck der Animation 

  • Den Jugendlichen dazu bringen, das Körperbild, das die Medien ihm präsentieren, kritisch zu betrachten.
  •  Dem Jugendlichen die Gefahren improvisierter Diäten bewusst machen.
  •  Den Jugendlichen verstehen lassen, was ihn zu einer Diät drängt.

Auftreten des Leiters/der Leiterin

Bevor Sie mit der Animation beginnen, sollten Sie unbedingt Ihre eigenen Vorstellungen zum Thema hinterfragen. Während der Debatte werden die Jugendlichen Ideen (Meinungen, Ansichten, Argumente) austauschen, denen Sie zustimmen oder die Sie ablehnen werden. Und das ist ganz normal. Die einzigartigen Erfahrungen jedes Einzelnen prägen die Art und Weise, wie er bestimmte Themen interpretiert. Daher sind die Begriffe Respekt, Beurteilung und Auftreten eng miteinander verknüpft.

Als Leiter(in) ist es daher wichtig, auf die eigenen Vorstellungen zu achten und sie nicht zu äußern, damit sie die Diskussion mit den Jugendlichen nicht beeinträchtigen. Sie könnten sich verurteilt fühlen, und die Spontaneität der Debatte würde darunter leiden.

Denken Sie daran, dass es wichtig ist, dass junge Menschen sich ohne Tabus oder Angst vor Verurteilung ausdrücken können. Die Haltung des Leiters/der Leiterin muss einladend und respektvoll sein.

Wenn das Thema für Sie selbst heikel ist, sollte die Debatte vielleicht gemeinsam mit einer anderen Person geführt werden, die besser mit diesem Thema umgehen kann.

 

Theorie

Erstens ist nicht jede Leibesfülle in der Jugend mit Fettleibigkeit gleichzusetzen. Oft müssen die überflüssigen Pfunde der Jugendlichen entdramatisiert werden, außer wenn das Übergewicht eine tatsächliche Fettleibigkeit ist. Ein wenig Übergewicht kann beim Jugendlichen schnell durch das energieverbrennende Wachstum verschwinden. Es sei auch erwähnt, dass die Entwicklung des Körpers je nach Geschlecht unterschiedlich ist. Schließlich bringt die Pubertät automatisch eine Gewichtszunahme mit sich.

Was sagt man also einem Jugendlichen, der eine Diät machen möchte?

Erst einmal, dass die Diäten aus Zeitschriften überhaupt nicht empfehlenswert sind. Diäten mit Suppen, Ananas, schwefelhaltigen Lebensmitteln, Getreide, Jogurt… sind allgegenwärtig in der weiblichen Presse. Die meisten dieser Zeitschriften geben sogar zu, ihre Verkaufszahlen stark zu steigern, wenn eine Schlank-Diät auf ihrem Cover angekündigt wird.

Im Allgemeinen verliert der Körper durch diese Diäten viel Wasser und wenig Fett. Außerdem bringen sie den Körper in ein Ungleichgewicht, der dann die verlorenen Kilos unmittelbar nach Abbruch der Diät wieder entwickelt. Außerdem können derartige Diäten, wenn sie lange befolgt werden, mehr oder weniger schwerwiegende Mangelerscheinungen verursachen (Mangel an Kalzium, Eisen, Vitaminen, Proteinen, Kohlenhydraten, essentiellen Fettsäuren…), da einige Nahrungsmittel ausgeschlossen werden.

Die einzige wirklich vertrauenswürdige und nachhaltige Lösung ist eine gesunde, ausgeglichene und an den Energiebedarf angepasste Ernährung. Eine Ernährung entsprechend der Ernährungspyramide also.

Dies sollte man natürlich mit regelmäßiger Bewegung (30 Minuten täglich) oder einem regelmäßigen und angepassten Sport kombinieren.

Wenn der Jugendliche trotz dieser Ratschläge eine Schlank-Diät machen möchte, sollte er sich professionelle Hilfe suchen (Diätassistent, anerkannter Ernährungsberater, Arzt).

Der Jo-Jo-Effekt

Wer abnehmen möchte, gerät schnell in Versuchung, Mahlzeiten auszulassen, Lebensmittel wie Stärke wegzulassen oder sich für eine abwegige Diät aus einer Zeitschrift zu entscheiden. Das kann aber genau die gegenteilige Wirkung haben! Ein Organismus, der eine gesamte Mahlzeit ausgelassen hat, wird danach Energie in Form von Fett speichern, aus Angst, dass zukünftig wieder ein Mangel auftreten wird. Ist der Organismus also nicht mehr auf Diät, läuft der Körper Gefahr neue Kilos oder sogar mehr zu entwickeln. Das nennt man den Jo-Jo-Effekt (Gewichtsverlust und höhere Gewichtszunahme).

Vegetarische Ernährung : ein Ernährungsstil

Diese Art der Ernährung hat Tendenz, sich zu verbreiten, insbesondere bei Jugendlichen. Einige zeigen so den Respekt ihrer Werte und dem Leben im Allgemeinen.

Sie schließen aus ihrer Ernährung Fleisch, Geflügel und manchmal Eier und Fisch aus. Einige streichen allerdings nur rotes Fleisch von ihrem Ernährungsplan, und das eher vor Ekel.

Diese Ernährungsweise ist nicht ideal, kann aber ausgeglichen sein, wenn dem Körper Proteine in Form von Getreide und Hülsenfrüchten zugeführt werden. Wenn möglich, ist es aber ratsam, weiterhin Eier und Fisch zu essen. Diesen Ernährungsstil ausgeglichen zu leben, kann allerdings eintönig sein und den Rat eines Fachmannes bedürfen. „Wilde“ vegetarische Ernährung kann aber tatsächlich gefährlich werden, da sich ziemlich schnell ein Mangel an Eisen, Vitamin B12 und Proteinen einstellen kann, insbesondere bei denjenigen, die durch diese Ernährungsform abnehmen möchten.

Quellen für weitere Informationen

  • L’ali ado
  • Et toi, tu manges quoi ?
  • Brochures de la MC
  • Sociologie de l’obésité en 2009 (Puf, coll. “Sciences sociales et sociétés”), Sociologie de l’alimentation en 2005 (Puf, coll. “Quadrige”) et prépare un Dictionnaire des cultures et des modèles alimentaires (Puf).
  • Plan National Nutrition Santé http://www.monplannutrition.be
  • Jeu mangepatou – Manger bien pour vivre mieux – Site Internet http://portal.health.fgov.be/Mangepatou/game.html

Animation Frasbee

Nahrungsentzug und eine strenge und permanente Kontrolle der Nahrungszufuhr ist das tägliche Los vieler Topmodels. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen modernen Methoden, die eine Verbesserung, Verschönerung… des Körpers ermöglichen (Informatikprogramme, Schminke…).

 

Dies ist die Gefahr, wenn man eine gewisse Zeit exzessive Diäten befolgt, wie Hyperprotein-Diäten, Weglassen von Stärke oder ganzen Mahlzeiten, eine große Verringerung der Nahrungsmenge…, ohne seine wahren Ernährungsgewohnheiten überprüft zu haben. Kehrt man dann wieder zu den alten Gewohnheiten zurück, erinnert der Körper sich an die Zeitspanne, in der er nur wenig Nahrung bekommen hat und bildet große Reserven, das ist der Jo-Jo-Effekt.

Das Wachstum und die hormonellen Schwankungen im Jugendalter erfordern eine erhöhte Nahrungszufuhr. Diese hängt vom Geschlecht, dem Gewicht, dem Alter und der körperlichen Bewegung ab. Eine gute und abwechslungsreiche Ernährung in angepasster Menge sowie regelmäßige Bewegung reichen aus, um ein gutes Wachstum zu garantieren.

Die Antwort auf diese Frage ist eine ganz persönliche. Für einige Personen zählen nicht die Zahlen auf der Waage, sondern die Tatsache, dass sie sich wohl in ihrer Haut fühlen, auch mit ein paar Kilos zu viel. Vor allem der Wert, den man sich selbst zumisst, ist wichtig.

Diese abwegigen Diäten sorgen sicherlich für eine schnelle Gewichtsabnahme oder eine schnelle Zunahme der Muskelmasse. Die Zeitschriften vergessen aber oft zu erwähnen, dass es schwierig ist, die Diät lange durchzuhalten, dass der Preis oft hoch ist, dass die abgenommenen Kilos nach Abbruch der Diät zweimal schneller wieder auf den Hüften sind, dass die Diät nur schwer in den Alltag zu integrieren ist und dass vor allem gesundheitliche Probleme auftreten können.

Das klingt logisch wie eine mathematische Formel: Je weniger Kalorien man aufnimmt, umso eher verliert man Gewicht. Der Körper braucht allerdings täglich eine ausreichende Anzahl von Kalorien, um zu funktionieren. Wenn man sie nicht mit einer Mahlzeit aufnimmt, sondern eine fallen lässt (oft das Frühstück), ist die Gefahr groß, dass man bei der nächsten Mahlzeit doppelt so viel isst oder gezuckerte und fette Lebensmittel nascht oder man sogar Essanfälle bekommt.

Dokumente zum Herunterladen

Im Folgenden können Sie die Datei “Diäten” herunterladen, die den gesamten theoretischen Inhalt dieser Themenseite enthält, um die Animation vorzubereiten. Sie können auch die Frasbee-Animationsdatei zu diesem Thema herunterladen. Nach dem Ausdrucken müssen Sie nur noch die Debattensätze ausschneiden, die Sie bei der Animation verwenden möchten.

Alle theoretischen und thematischen Dateien sowie die Frasbee-Animationsdateien können auch von der Seite Unterstützung heruntergeladen werden.

Verwandte Themenbereiche

Wenn Sie dieses Thema vertiefen möchten, zögern Sie dann nicht, dieses inhaltlich sowie die Animationssätze um einen der nachstehenden Themenbereiche zu vervollständigen. Je nach dem von Ihnen gesetzten Rahmen und der verfügbaren Zeit kann eine Kombination aus zusätzlichen Themenbereichen die Vielfalt der Debatten bereichern und die Jugendlichen zu einer Teilnahme anregen. Es wird jedoch empfohlen, nicht mehr als 10 Diskussionssätze in Verbindung mit mehreren Themen auszuwählen. Wählen Sie diese aus, indem Sie im Vorfeld die Themen der Diskussion identifizieren, die Sie bei den Jugendlichen anstoßen möchten.