Bewegung

Bewegung bei Jugendlichen, eine Sorge?

Jüngste Studien betonen, dass ein Jugendlicher von fünf mindestens 4 Stunden pro Tag fernsieht oder sich Videos anschaut. Es wurde außerdem eine Verbindung zwischen Übergewicht und wenig Bewegung festgestellt.

Was diejenigen angeht, die regelmäßig Sport treiben, stellt man beim Übergang ins Jugendalter häufig das Aufgeben dieser Betätigung fest, insbesondere bei Mädchen. Hört man im Jugendalter mit einer regelmäßigen sportlichen Aktivität auf, so setzt sich dies meist bis ins Erwachsenenalter fort.

Zweck der Animation 

  •  Dem Jugendlichen bewusst machen, wie viel Zeit er sitzend verbringt (TV, Video, PC…).
  •  Den Jugendlichen dazu bringen, Sport und Bewegung zu unterscheiden.
  •  Den Jugendlichen dazu bringen, die Vorteile von Bewegung und Sport zu erkennen (Vorteile für Körper, Seele, das soziale Leben…).
  •  Dem Jugendlichen bewusst machen, dass Sport keine Frage des Wettkampfes ist.

Auftreten des Leiters/der Leiterin

Bevor Sie mit der Animation beginnen, sollten Sie unbedingt Ihre eigenen Vorstellungen zum Thema hinterfragen. Während der Debatte werden die Jugendlichen Ideen (Meinungen, Ansichten, Argumente) austauschen, denen Sie zustimmen oder die Sie ablehnen werden. Und das ist ganz normal. Die einzigartigen Erfahrungen jedes Einzelnen prägen die Art und Weise, wie er bestimmte Themen interpretiert. Daher sind die Begriffe Respekt, Beurteilung und Auftreten eng miteinander verknüpft.

Als Leiter(in) ist es daher wichtig, auf die eigenen Vorstellungen zu achten und sie nicht zu äußern, damit sie die Diskussion mit den Jugendlichen nicht beeinträchtigen. Sie könnten sich verurteilt fühlen, und die Spontaneität der Debatte würde darunter leiden.

Denken Sie daran, dass es wichtig ist, dass junge Menschen sich ohne Tabus oder Angst vor Verurteilung ausdrücken können. Die Haltung des Leiters/der Leiterin muss einladend und respektvoll sein.

Wenn das Thema für Sie selbst heikel ist, sollte die Debatte vielleicht gemeinsam mit einer anderen Person geführt werden, die besser mit diesem Thema umgehen kann.

 

Theorie

Was versteht man unter „körperlicher Betätigung“?

Körperliche Betätigung bedeutet vor allem sich bewegen. Es ist nicht nötig, wie ein Olympia-Athlet zu trainieren. Es ist auch nicht notwendig, weit zu gehen oder Unsummen zu investieren, um sich mehr zu bewegen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert körperliche Betätigung als „jede alltägliche Bewegung. Dazu gehören Arbeit, Erholung und direkte sportliche Betätigungen.“ Bewegung ist ein Begriff, der alle Aktivitäten umfasst, die durch ihre Intensität den Energieverbrauch steigern. Zum Beispiel gehen, Sport treiben, gärtnern, tanzen, basteln, mit den Kindern spielen… Im Gegensatz dazu wird durch sitzende Aktivitäten (fernsehen, im Internet surfen, Videospiele spielen) nur wenig Energie verbraucht.

Warum Bewegung?

Die gesundheitsfördernden Einflüsse sind zahlreich.

Regelmäßige Aktivität (mindestens 30 Minuten täglich):

Verbessert die Kondition
  • indem sie Schwung verleiht und Energie gewonnen wird,
  • indem sie Müdigkeit vorbeugt und die schulischen Leistungen verbessert,
  • indem Muskeln und Knochen gestärkt werden,
  • indem Durchhaltevermögen, Gelenkigkeit und Motorik gefördert werden.
Verbessert das psychische Wohlbefinden
  • indem sie die Entspannung fördert,
  • indem sie Ideen und die Laune beeinflusst,
  • indem sie das Selbstwertgefühl und die Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten fördert,
  • indem sie Zeit und Gelegenheit zum Nachdenken liefert und somit manchmal Problemlösungen gefunden werden,
  • indem sie es ermöglicht, mit sich selbst ins Reine zu kommen.
 Stärkt die Soziabilität
  • indem sie Treffen, Geselligkeit, Freundschaft fördert,
  • indem sie die Lust, sich zu bewegen, sich auszudrücken kanalisiert und somit Gewalt verhindert.

 

  •  ermöglicht es, gepaart mit einer ausgewogenen Ernährung, ein gesundes Gewicht zu behalten, bzw. die Gewichtszunahme zu verringern,
  •  verbessert die Qualität des Schlafes,
  •  hilft, Stress zu bewältigen,
  •  senkt den Blutdruck und Cholesterinspiegel,
  •  vermindert Symptome einer Herzinsuffizienz (Atemlosigkeit, Müdigkeit…),
  •  stärkt das Immunsystem,
  •  vermindert das Risiko einiger Krebserkrankungen,
  •  beugt Rückenschmerzen vor

Quellen für weitere Informationen

Animation Frasbee

Einige jüngste Studien belegen, dass viele Mädchen sich gehemmt fühlen, Sport zu treiben, da sie sich beim Sport nicht sehr anziehend finden. Die Jungen hingegen finden meist, dass Sport treibende Mädchen sexy sein können.

Beim Sport steigt der Energieverbrauch, aber in relativ geringem Maße. Es ist nicht notwendig, diesen wieder mit sehr fettigen und süßen Speisen auszugleichen.

Das sind 28 h/Woche, 112 h/Monat und 1344 h/Jahr… Warum diese Zeit nicht mit anderen Dingen füllen?

Körperliche Betätigung bedeutet lediglich sich bewegen.

Durch Sport kann man entspannen, relaxen, auf andere Gedanken kommen… auch wenn es manchmal schwierig ist, sich nach einem Schultag noch aufzurappeln.

Man kann sowohl beim Mannschafts- als auch beim Einzelsport Leute kennen lernen. Alles hängt von der Offenheit eines jeden ab!

Für einige ist Wettkampf gleich intensives Training, Stress, der Wunsch den Gegner zu besiegen… Für andere bedeutet Wettkampf eher sich selbst übertreffen, Spaß, persönliche Herausforderung… Alles eine Frage des Blickwinkels…

Dokumente zum Herunterladen

Im Folgenden können Sie die Datei “Bewegung” herunterladen, die den gesamten theoretischen Inhalt dieser Themenseite enthält, um die Animation vorzubereiten. Sie können auch die Frasbee-Animationsdatei zu diesem Thema herunterladen. Nach dem Ausdrucken müssen Sie nur noch die Debattensätze ausschneiden, die Sie bei der Animation verwenden möchten.

Alle theoretischen und thematischen Dateien sowie die Frasbee-Animationsdateien können auch von der Seite Unterstützung heruntergeladen werden.

Verwandte Themenbereiche

Wenn Sie dieses Thema vertiefen möchten, zögern Sie dann nicht, dieses inhaltlich sowie die Animationssätze um einen der nachstehenden Themenbereiche zu vervollständigen. Je nach dem von Ihnen gesetzten Rahmen und der verfügbaren Zeit kann eine Kombination aus zusätzlichen Themenbereichen die Vielfalt der Debatten bereichern und die Jugendlichen zu einer Teilnahme anregen. Es wird jedoch empfohlen, nicht mehr als 10 Diskussionssätze in Verbindung mit mehreren Themen auszuwählen. Wählen Sie diese aus, indem Sie im Vorfeld die Themen der Diskussion identifizieren, die Sie bei den Jugendlichen anstoßen möchten.