Zahngesundheit

Die Zahngesundheit ist wichtiger als sie auf den ersten Blick erscheint. Wer auf seine Zähne achtet, vermeidet nicht nur Karies, sondern steigert gleichzeitig sein Selbstwertgefühl und sein Selbstvertrauen. Gehört ein schönes Lächeln nicht zu den ersten Dingen, die uns bei anderen auffallen? Es ist wichtig, den jungen Menschen zu helfen, die Bedeutung einer guten Zahngesundheit zu erkennen, vor allem auch weil in diesem Alter zuweilen der Sinn für Hygiene und Körperpflege im Allgemeinen – über die rein ästhetische Frage hinaus – fehlt.

Zweck der Animation 

Allgemeines Ziel

Den jungen Menschen die Auswirkungen der Zahngesundheit auf den allgemeinen (körperlichen, psychischen und sozialen) Gesundheitszustand vor Augen führen.

Besondere Ziele

  • Die jungen Menschen befähigen, positive und negative Verhaltensweisen, die sich auf den Gesundheitszustand auswirken, zu unterscheiden;
  • Die jungen Menschen dazu bringen, Vorstellungen und Vorurteile zur Zahngesundheit infrage zu stellen.

Auftreten des Leiters/der Leiterin

Bevor Sie mit der Animation beginnen, sollten Sie unbedingt Ihre eigenen Vorstellungen zum Thema hinterfragen. Während der Debatte werden die Jugendlichen Ideen (Meinungen, Ansichten, Argumente) austauschen, denen Sie zustimmen oder die Sie ablehnen werden. Und das ist ganz normal. Die einzigartigen Erfahrungen jedes Einzelnen prägen die Art und Weise, wie er bestimmte Themen interpretiert. Daher sind die Begriffe Respekt, Beurteilung und Auftreten eng miteinander verknüpft.

Als Leiter(in) ist es daher wichtig, auf die eigenen Vorstellungen zu achten und sie nicht zu äußern, damit sie die Diskussion mit den Jugendlichen nicht beeinträchtigen. Sie könnten sich verurteilt fühlen, und die Spontaneität der Debatte würde darunter leiden.

Denken Sie daran, dass es wichtig ist, dass junge Menschen sich ohne Tabus oder Angst vor Verurteilung ausdrücken können. Die Haltung des Leiters/der Leiterin muss einladend und respektvoll sein.

Wenn das Thema für Sie selbst heikel ist, sollte die Debatte vielleicht gemeinsam mit einer anderen Person geführt werden, die besser mit diesem Thema umgehen kann.

Theorie

Lächeln, Zahnarzt und Zahngesundheit… 

Insgesamt ist die Zahngesundheit bei Kindern und Jugendlichen ziemlich gut in Belgien. Aber um diesen Zustand zu erhalten, sind eine Stärkung der Prävention und eine ständige Aufmerksamkeit erforderlich.

Sprechen, lächeln, …: die Zahn- und Mundgesundheit spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau und der Stabilität des Selbstwertgefühls bei jungen Menschen wie bei Erwachsenen. Das Lächeln und die Gesundheit der Zähne beeinflussen die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Liebesbeziehungen, aber auch die Wertschätzung der eigenen Person.

Das Lächeln gehört zu den ersten Dingen, die uns auffallen, wenn wir einen anderen Menschen anschauen. Schlechte und ungepflegte Zähne können sich mit der Zeit auf das psychische und gesellschaftliche Wohlbefinden auswirken. Das Jugendalter ist eine kritische Zeit für die Mund- und Zahngesundheit: Was der Heranwachsende als Kind im Kindergarten oder in der Grundschule über die Zahngesundheit gelernt hat, ist nicht mehr altersgemäß. Dann besteht sogar die Tendenz, das Gelernte abzulehnen.

Das Bedürfnis, eigenständig zu werden, und die Distanzierung gegenüber der Autorität der Erwachsenen, können zu einer Vernachlässigung der täglichen Zahnpflege führen. Hinzu kommen schlechte Ernährung und der Genuss schädlicher Getränke (Snacks, Erfrischungsgetränke, Alkohol, …) und weniger häufige Zahnarztbesuche. Verschlimmert wird alles nur noch durch die berüchtigte „Angst vor dem Zahnarzt“ (Angst vor Schmerzen, vor der Kritik des Zahnarztes wegen des schlechten Zustands der Zähne, vor schlechten Nachrichten, vor den Behandlungskosten, …). Das alles vermischt sich dann noch mit diffusen Vorstellungen vom Zahnarztbesuch: erst warten, bis es schmerzt oder zum Zahnarzt gehen, wenn alles gut läuft?

Jugendliche haben offensichtlich nicht alle die gleiche Einschätzung der Zahngesundheit. Ihnen ist nicht ausreichend bewusst, dass ihre heute noch (relativ) guten Zähne morgen schon nicht mehr unbedingt gesund sein werden, und dass tägliche Zahnpflege unbedingt erforderlich ist …

Was Unbedingt für eine gute Zahngesundheit Erforderlich ist 

Der erste Reflex, den wir uns für eine gute Zahngesundheit angewöhnen sollten, ist zweimal täglich unsere Zähne mit einer möglichst einfachen Zahnpasta zu putzen. Zur vollständigen Reinigung gehört zusätzlich die Zahnseide oder ganz feine Interdentalbürsten. Mundspülungen hingegen bringen fast gar nichts, abgesehen von einem frischen Atem. Mit Mundwässern sollte man also sehr zurückhaltend umgehen. Jedenfalls ersetzen Mundspülungen niemals das Zähneputzen.

Der zweite Reflex ist der jährliche Zahnarztbesuch (prophylaktisch, bei dem beispielsweise der Zahnstein entfernt oder eine Heilbehandlung durchgeführt wird (z.B. bei Karies usw.).

Obwohl sie jahrelang immer wieder hören, wie wichtig Hygiene ist, lassen sich manche Jugendliche nicht leicht davon überzeugen, und alles, was mit „Prävention“ zu tun hat, interessiert sie noch weniger, weil sie – typisch für ihr Alter – glauben, ihre Gesundheit sei
„unverwüstlich“ Auch wenn sie also die Anleitung kennen, heißt das nicht, dass sie sie auch anwenden …

Der Mythos von den Weissein Zähnen 

Bei Jugendlichen spielt das Aussehen eine große Rolle … Die Medien verbreiten Bilder von Stars mit ultraweißen und perfekt ausgerichteten Zähnen, die Jugendlichen als Vorbilder dienen. In Wirklichkeit aber sind wir nicht alle gleich: Die einen haben von Natur aus weiße, die anderen gelbe Zähne, bei den einen stehen die Zähne schön in der Reihe, bei anderen schief, und das ist nicht unbedingt eine Frage mangelnder Hygiene.

Den ästhetischen Kriterien der Mode entsprechend werden auf dem Markt der Schönheitsprodukte leicht zugängliche Bleichmittel angeboten, die jedoch nicht unbedingt wirksam bzw. harmlos sind. So enthalten bestimmte Zahncremes und Mundspülungen mit „Bleicheffekt“ chemische Wirkstoffe, wenn auch in geringer Dosis (Wasserstoffperoxid zum Beispiel), die in der empfohlenen Menge ungefährlich sind. Diese Zahnpflegeprodukte sind teurer als die üblichen, helfen aber nur sehr wenig oder bringen allerhöchstens eine zeitlich sehr begrenzten optische Aufhellung.

Richtige Zahnbleichmittel, die eine bessere Wirkung haben, sind jedoch bei Minderjährigen nicht erlaubt. Das Bleichen von Zähnen darf nur in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden, weil die eingesetzten chemischen Produkte gefährlich sein können.

Neu auf dem Markt sind die sogenannten „Beauty Shops“ oder Schönheitsinstitute, die oft teure Behandlungen von nur wenigen Minuten anbieten, deren Wirkung jedoch umstritten ist. Auch diese sind Jugendlichen nicht zugänglich…

Ist den jungen Menschen nicht bewusst, dass die Stars sich ihr Gebiss für teures Geld von ihren Zahnärzten liften lassen? Ist ihnen nicht klar, dass die Bilder fast ausnahmslos retuschiert sind? Es ist also besser, man fängt mit jungen Menschen einfach nochmals von
vorne an: zweimal täglich Zähneputzen und gründliche Zahnsteinentfernung lassen die Oberflächenfärbung mit der Zeit verschwinden. Danach sollte der Nachdruck einerseits auf das Selbstwertgefühl und andererseits auf die kritische Haltung gegenüber den von den Medien verbreiteten Bildern gelegt werden. Das sind die beiden wichtigsten Schlüssel zu einer guten Mund- und Zahngesundheit.

Teenager neigen Manchmal zu Gesundheitsschädigendem Verhalten 

Bestimmte Verhaltensweisen oder Nahrungsmittel können zu Zahn- und Mundschäden führen: Drogen , Alkohol , Zigaretten , säurehaltigen Getränken, aber auch stark gesüßte Frühstücksflocken, Kaffee und Tee, Chips, Soßen und Fertiggerichten, sogar die
sogenannten Light-Getränke … greifen die Zähne an oder fügen ihnen Schaden zu, wegen der Säuren, des Zuckers oder der Farbstoffe, die sie enthalten. Auch das Knabbern zwischendurch ist schädlich, denn auf diese Weise bleibt der Säuregehalt im Mund sehr
hoch. Es ist also wichtig, dass die Jugendlichen den Zusammenhang zwischen ihrer Mundgesundheit und dem, was sie zu sich nehmen, erkennen.

Bis 18 jahre Leistungen zu 100% von der Krankenkasse Erstattet 

Die prophylaktischen Zahnarztbesuche und alle zahnärztlichen Leistungen (mit Ausnahme der Kieferorthopädie) werden jungen Leuten bis zum 18. Geburtstag in voller Höhe erstattet. Die Frage der Kosten dürfte also niemand daran hindern, zum Zahnarzt zu
gehen.

Diese und viele andere Informationen über die Zahngesundheit finden Sie unter : http://www.ckk-mc.be/votresante/corps/zahngesundheit/index/index.jsp

Quellen für weitere Informationen

 

Animation Frasbee

Im Allgemeinen warten wir auf das körperliche Signal zum Handeln. Aber Mund- und Gebissprobleme können bereits vorher bestehen. Regelmäßige prophylaktische Zahnarztbesuche können jedoch in vielen Fällen Probleme vermeiden oder diese durch eine frühzeitige Behandlung beheben. Das setzt voraus, dass die ganze Familie aus dem Zahnarztbesuch eine Routine macht. Aber es gilt, die häufig genannten Hemmschwellen zu überwinden: Angst vor der Kritik des Zahnarztes, Schmerzen, Preis, Schwierigkeiten der Terminvereinbarung, …

Der Zahnarztbesuch ist nicht „angenehm“, das stimmt. Aber er ist unverzichtbar. Ein regelmäßiger Zahnarztbesuch sorgt dafür, dass große Probleme, deren Behandlung schwieriger und schmerzlicher ist, erst gar nicht auftauchen.

Light-Getränke enthalten – zumindest was die klassischen Erfrischungsgetränke angeht – zwar weniger Zucker, aber sie sind genauso säurehaltig wie die anderen und greifen vor allem bei regelmäßigem Verzehr die Zähne an.

Nicht jeder hat gleich gute Zähne. Manche Menschen müssen viel mehr auf ihre Zähne achten und sie besser pflegen, um zu dem gleichen Ergebnis zu gelangen. Und manchmal genügt das nicht einmal. Die Erblichkeit spielt bei Ihrem „Zahngesundheitskapital“ eine Rolle. Dennoch sind regelmäßige Zahnarztbesuche und tägliche Zahnpflege für jeden empfehlenswert.

Eine wirksame Reinigung der Zähne ist nur mit einer Zahnbürste möglich, auch wenn die Medien vielfach etwas anderes sagen. Eine Mundspülung bleibt eine ergänzende Maßnahme zur Gebisspflege, aber diese sollte sparsam eingesetzt werden.

Die Farbe der Zähne sagen überhaupt nichts über deren Gesundheit aus. Die Natur kennt eine breite Palette von Farben, ähnlich wie bei der Hautfarbe. Natürlich lassen sich die Zähne mit unterschiedlichen Methoden bleichen. Auf jeden Fall sollte der Zahnarzt vorher um Rat gefragt werden, um unangemessene oder das Zahnfleisch bzw. die Zähne schädigende Behandlungen zu vermeiden.

Bestimmte Nahrungsmittel (Alkohol, Knoblauch, Kaffee), Diäten und Verhaltensweisen (Rauchen, Hygienemangel, Mahlzeiten auslassen, …) fördern den Mundgeruch. Auch bestimmte gesundheitliche Probleme (Stress, Magenverstimmung, …) und Zahnspangen können zu einem unangenehmen Atem führen. Durch eine gute Mundhygiene lässt sich dieses Phänomen dennoch abmildern.

In unserer Gesellschaft ist das Aussehen leider für die gesellschaftlichen Beziehungen und demnach den Erfolg ausschlaggebend. Aber das Aussehen allein ist weder ausreichend noch entscheidend. Es gibt andere Erfolgsfaktoren und andere, wichtigere Qualitäten, die sich auf den persönlichen Erfolg auswirken.

Beim Flirt hängt der Charme oft von wenigen Kleinigkeiten ab. Aber alles, was bei der ersten Begegnung als charmanter Fehler gilt, rückt sehr schnell in den Hintergrund, wenn man sich näher kennenlernt.

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Wenn Sie dieses Thema vertiefen möchten, zögern Sie dann nicht, dieses inhaltlich sowie die Animationssätze um einen der nachstehenden Themenbereiche zu vervollständigen. Je nach dem von Ihnen gesetzten Rahmen und der verfügbaren Zeit kann eine Kombination aus zusätzlichen Themenbereichen die Vielfalt der Debatten bereichern und die Jugendlichen zu einer Teilnahme anregen. Es wird jedoch empfohlen, nicht mehr als 10 Diskussionssätze in Verbindung mit mehreren Themen auszuwählen. Wählen Sie diese aus, indem Sie im Vorfeld die Themen der Diskussion identifizieren, die Sie bei den Jugendlichen anstoßen möchten.