Et toi, t’en penses quoi ?

Theorie

Zwei Arten von Abhängigkeiten

Die Abhängigkeit von Produkten und Suchtmitteln

Unter den Produkten, die zu einer Abhängigkeit führen können, unterscheidet man zwischen legalen Produkten (Alkohol, Tabak, Kaffee, bestimmte Medikamente...) und illegalen Produkten (Cannabis, Ecstasy, Kokain...).

Exzessive Verhaltensweisen, die zur Abhängigkeit führen können

Es gibt eine Reihe von Freizeitbeschäftigungen, die, wenn sie exzessiv ausgeübt werden, zur Abhängigkeit führen können: Videospiele, Spiele im Netzwerk (insbesondere die „Massen-Mehrspieler-Online-Gemeinschaftsspiele“ bzw. „Massively Multiplayer Online Games“), Spiele um Geld... Nicht zu vergessen das Internet mit seinen zahlreichen Möglichkeiten, virtuelle Beziehungen über soziale Netzwerke auszuleben oder die Verwendung von Smartphones. Jugendliche sind besonders angezogen von diesem „Cyberkonsum“. Diese Arten des Konsums sind nicht schlecht an sich, aber der Exzess kann das Leben aus dem Gleichgewicht bringen.

Die Risiken

Jeglicher exzessive Konsum von Produkten/Drogen und jede exzessive Beschäftigung mit einem Spiel, dem Internet... birgt über kurz oder lang Risiken auf physischer, psychologischer oder sozialer Ebene.

Dabei kann es sich um punktuelle oder langfristige Risiken handeln. Die Risiken und Folgen sind außerdem abhängig von der Art des Konsums, der konsumierten Menge, der Dauer und des Grades der Abhängigkeit der Person. Nachstehend werden die häufigsten Risiken aufgeführt, die in unterschiedlichem Maße bei jeder Person vorhanden sein können.

Physische Risiken

  •  In Bezug auf Drogen und Suchtmittel: Wahrnehmungsstörungen (sensorisch, visuell, auditiv), Schlaflosigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Gedächtnisverlust, Atembeschwerden, Dehydratation, alkoholbedingtes Koma, Überdosis, unerwünschte Schwangerschaft, verschiedene Infektionen, Zahnprobleme...
  •  In Bezug auf exzessive Beschäftigungen: Übergewicht, Schlaflosigkeit...

Psychologische Risiken

  •  In Bezug auf Drogen und Suchtmittel: Konzentrationsschwierigkeiten, Angstzustände, Traurigkeit, Panikattacken, Veränderung der Emotionen, Konflikte, Stress...
  •  In Bezug auf exzessive Beschäftigungen: Angstzustände, Nervosität, Stress...

Soziale Risiken

  •  In Bezug auf Drogen und Suchtmittel: Ausgrenzung, Kriminalität, sozialer Ausschluss, Gewalttätigkeit, ungeschützter Geschlechtsverkehr, Probleme mit der Justiz...
  •  In Bezug auf exzessive Beschäftigungen: finanzielle Probleme, Probleme in der Schule, familiäre Konflikte, Isolierung, Verlust des Interesses am eigenen Leben...

Hinsichtlich Drogen und Suchtmittel gibt es so viele verschiedene Risiken wie es Drogen oder Produkte gibt (http://infor-drogues.be/).

Neben den extremen Fällen können auch bereits beim ersten Konsum negative Folgen durch die Auswirkungen bestimmter Suchtmittel (Alkohol, Cannabis...) auftreten. Selbst mit einem auf festliche Gelegenheiten beschränkten Konsum geht man Risiken ein (ungeschützter oder unerwünschter Geschlechtsverkehr, Autounfälle, Gewalttätigkeit...). Darüber hinaus kennt man nicht immer mit Sicherheit die Herkunft und die Zusammensetzung der Drogen, selbst wenn sie von einem Freund/einer Freundin angeboten werden.

Suchtverhalten und Gleichgewicht

Man kann argumentieren, dass jeder Konsum oder jede Tätigkeit, der/die Genuss bereitet, eine Abhängigkeit hervorrufen kann. Aber es ist wichtig, zwischen einem Verhalten zu unterscheiden, das das Leben aus dem Gleichgewicht bringen kann und einem anderen Verhalten ohne Folgen für dieses Gleichgewicht.

Für jede Person hängt das Gleichgewicht von anderen Werten ab: Familie, Freunde, die Beziehung zum Partner oder Liebesbeziehungen, Gesundheit, Schule, Arbeit, Freizeit, Lebensprojekte... Neben den bereits erwähnten physischen, psychischen und sozialen Risiken wird das Suchtverhalten problematisch, wenn es dieses Gleichgewicht des Lebens gefährdet.

Einige Beispiele: die Tatsache nicht mehr lernen zu können, weil man infolge vor dem Computer verbrachten Nächten zu müde ist, eine Alkoholabhängigkeit, die zu Familienkonflikten führt, der Konsum eines Suchtmittels, das zu unangemessenem Verhalten führt (Aggressivität, Verwahrlosung, Gewalttätigkeit...), die Beschäftigung mit Spielen um Geld, was zu finanziellen Problemen führt usw.

Einige Fragen, um herauszufinden, ob das Verhalten ein Problem im Leben darstellt

  •  Gibt es ein Produkt, das ich auf exzessive Weise konsumiere? Kann ich damit aufhören?
  •  Wie viel Zeit widme ich der Befriedigung meines Mangelzustands?
  •  Welchen Stellenwert nehmen dieser Konsum oder diese Beschäftigung in meinem Leben ein?
  •  Beeinträchtigen mein Konsum oder meine Beschäftigung mein tägliches Leben (Studium, Schlaf, Familie, Gesundheit, Freunde...)?
  •  Bereiten mein Konsum oder meine Beschäftigung mir Probleme? Oder meinem Umfeld?
  •  Sind mein exzessiver Konsum oder meine exzessive Beschäftigung das zentrale Problem? Oder sind sie ein Symptom, ein Zeichen dafür, dass es auf einer anderen Ebene meines Lebens Probleme oder Schwierigkeiten gibt?

Beweggründe für den Konsum von Suchtmitteln

Es gibt zahlreiche Beweggründe für den Konsum von diversen Drogen und/oder Produkten. So sind manche Lebensabschnitte vielleicht etwas heikler und machen die Person verletzlicher (Verlust des Arbeitsplatzes, Scheidung, Trauer...), wodurch die Risiken erhöht werden, in eine Abhängigkeit zu stürzen.

Auch die Jugend gehört zu diesen heiklen Lebensabschnitten, in denen der Einfluss der Gruppe die Verletzlichkeit verstärkt. Der Jugendliche probiert bewusst oder unbewusst neue Verhaltensweisen aus, um das Unbekannte zu entdecken, seine Grenzen zu überschreiten, sich in eine Gruppe zu integrieren, seine Ängste zu überwinden, seine Leistungen zu verbessern (während der Prüfungen, zur Bekämpfung der Müdigkeit auf Partys)... Dieser Lebensabschnitt ist auch oft vom Willen gekennzeichnet, sich über Verbote hinwegzusetzen und dem Vergnügen, Risiken einzugehen. Das „sexy“ Image, dass aufgrund von Fernsehserien, Filmen, Musikclips usw. mit einigen Produkten assoziiert wird, gehört ebenfalls zu den Einflussfaktoren, die nicht vernachlässigt werden sollten.

Wenn die Produkte/Drogen und andere exzessive Beschäftigungen auch unmittelbar Genuss oder Erleichterung verschaffen, so haben sie doch kurz-, mittel- und langfristig einen negativen Einfluss auf die physische und psychische Gesundheit und stören meist das soziale Leben. Es ist daher wichtig, den Jugendlichen zum Nachdenken über seine Beweggründe für das Suchtverhalten zu bringen.

Mögliche Auswege aus einer Abhängigkeit

Der Weg aus einer Abhängigkeit ist ein schwieriger Prozess, der Zeit benötigt (einige Wochen, Monate oder Jahre). Dieser Prozess kann physisch (während des „Entzugs“) und psychologisch sehr strapaziös sein. Ausschlaggebend ist die Motivation der Person. Aber der Wille allein reicht nicht immer aus. Die Hilfe von Fachleuten und die Unterstützung durch das Umfeld sind in den meisten Situationen unverzichtbar.

Nachstehend finden Sie eine Liste der Anlaufstellen, an die Sie sich wenden können, wenn Sie nach Informationen, Hilfe oder eine Begleitung für Ihre Animationen und Projekte suchen:

Anlaufstellen in Ihrer Nähe  

Die belgische Gesetzgebung

Das Gesetz unterscheidet zwischen legalen und illegalen Drogen.

Die legalen Drogen

Legale Drogen und Produkte sind Suchtmittel, deren Konsum und Verkauf nicht durch das Gesetz eines Landes verboten sind. In Belgien sind Alkohol, Tabak, Medikamente (einige auf Verschreibung) und die meisten Dopingmittel akzeptiert und leicht zugänglich.

Diese Drogen werden als Produkte betrachtet, die für das Leben in der Gesellschaft unschädlich sind, wenn sie in Maßen konsumiert werden (außer was die Zigarette betrifft! Hierzu entwickeln sich die Ansichten in unserer Gesellschaft). Ein Glas trinken, ein Medikament einnehmen... Diese Dinge sind in unserer Gesellschaft banal. Sie stehen häufig in Verbindung mit festlichen Anlässen. Trotzdem kann dieser Konsum schnell gesundheitsschädlich werden, wenn er unkontrolliert und ohne Grenzen durchgeführt wird.

Alkohol

Das Gesetz verbietet den Verkauf, den Ausschank oder das Angebot jeglicher Spirituosen (Hochprozentiges, Alkopops (Mischung von Alkohol mit einer Limonade), usw.) an unter Achtzehnjährige. Achtung, seit 2010 beschränkt sich dieses Verbot nicht mehr nur auf Geschäfte und den Horeca-Sektor, sondern betrifft alle, einschließlich Familie und Freunde. So ist es beispielsweise verboten, dass ein Jugendlicher von 18 Jahren einem Freund einen Alkopop anbietet, wenn dieser 17 Jahre oder jünger ist. Ab 16 Jahren sind Bier und Wein beim Getränkeausschank (Kneipen, Festivals...) erlaubt.

Tabak

Das Gesetz verbietet den Verkauf an unter Sechzehnjährige.

Die illegalen Drogen

Eine illegale Droge ist eine Droge, deren Konsum und Verkauf durch das Gesetz eines Landes verboten sind. Jeglicher Konsum und Verkauf von Amphetaminen, Ecstasy, Halluzinogenen, Heroin und Kokain ist in Belgien verboten. Diese Drogen werden als gefährlich für den Konsumenten betrachtet und können schädlich für das Leben in der Gesellschaft sein.

Cannabis: ein Sonderfall?

Einige stufen diese Droge angesichts der geringen Gefahr einer physischen Abhängigkeit als weniger gefährlich ein. Es sei darauf hingewiesen, dass der Cannabiskonsum auch bei geringer Dosis zu einer Verschlechterung der Konzentrations- und Erinnerungsfähigkeit führt und dass die Abhängigkeit ein Prozess ist, der auch auf psychischer Ebene beginnt.

Cannabis und das Gesetz: Der Besitz und der Konsum sind für Minderjährige verboten, ganz unabhängig von der Menge oder den Umständen. Hier gilt die Nulltoleranz. Für Personen über 18 Jahren (seit dem 1. Februar 2005) wird der Besitz von 3 g Cannabis oder einer Pflanze im Rahmen eines ausschließlich persönlichen Gebrauchs toleriert. Bei einem Verstoß kommt ein Minderjähriger vor das Jugendgericht (Gesetz vom 8. April 1965), während Erwachsene strafrechtlich verfolgt werden.

Abonnieren Sie unseren NewsletterEntdecken Sie die pädagogischen Werkzeuge der Dienststelle Gesundheit.