Et toi, t’en penses quoi ?

Theorie

Jugend und Tabak

Die Jugend ist ein Lebensabschnitt, in dem viele zum Rauchen verführt werden und nur wenige Jugendliche haben noch nie eine Zigarette probiert. Wie in der Vergangenheit ist die Zigarette noch immer ein Modephänomen, mit dem einzigen Unterschied, dass die Raucher heute ausgeschlossen werden, da sie draußen rauchen müssen. Die erste Zigarette rauchen ist ein durchaus freiwilliger Akt der Sozialisierung in Verbindung mit dem Bedürfnis der Emanzipation und Unabhängigkeit. Um zu imitieren, bei Abendveranstaltungen wie die anderen zu sein oder aus Neugier, der Einfluss der Freunde bei diesem ersten Griff zur Zigarette ist unbestritten, aber der Jugendliche ist sich der Abhängigkeit, die sich einstellt nicht bewusst. Man muss wissen, dass mehr als 90 % der Jugendlichen, die 3 bis 4 Zigaretten pro Tag rauchen, in einer Sucht gefangen sind, die sie 30 oder 40 Jahre dazu zwingt, regelmäßig zu rauchen.

Die Auswirkungen auf die Gesundheit

Wie wir wissen, hat Rauchen langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit und die Lebensqualität. Rauchen wirkt sich direkt auf fast alle Organe aus. Es ist verantwortlich für chronischen Husten, Asthma und verschiedene Krebsarten (Lungen, Zunge, Rachen, Kehlkopf…).

Das Nikotin und CO im Rauch setzen sich auf dem Sauerstofftransportprotein Hämoglobin (des Blutes) fest und wirken auf die Gefäße und verursachen unterschiedliche Herzerkrankungen: Infarkt, Angina pectoris, Schlaganfall. Die krebserregenden Substanzen erreichen verschiedene Organe, wie Bauchspeicheldrüse, Gebärmutterhals, Niere, Blase.

Im Allgemeinen ist der Raucher weniger gut gegen Infektionen gewappnet, er leidet unter Atemnot und ist körperlich weniger fit. 

Auf sexueller Ebene beobachtet man eine Senkung der Leistung: Rauchen wirkt sich auf die Blutgefäße des Penis aus mit einer Verringerung der Fruchtbarkeit (Qualität und Menge der Spermien) und bei der Frau erhöht die Kombination von Tabak und Pille das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Thrombose und Venenentzündungen. Rauchen während der Schwangerschaft führt zu Komplikationen bei der zukünftigen Mutter.

Bei beiden Geschlechtern ist der Teint matter und die Haut strahlt weniger. Ringe unter den Augen treten häufiger auf. Mit dem Alter treten früher Falten auf und die Alterung der Haut wird um 10 bis 20 Jahre beschleunigt. Auch die Haare werden durch den Rauch angegriffen. Sie sind matter und fettiger.


Rauchen verändert auch den Speichel, es fördert das Auftreten von Zahnstein und Karies und greift den Zahnschmelz an. Braune Flecken können auftreten und sind die sichtbaren Zeichen des Tabaks auf den Zähnen.

Tabakkonsum verschlechtert auch den Geruchssinn. Man stellt auch häufiger Augenprobleme (Grauer Star und andere Krankheiten, die die Sehkraft beeinträchtigen) bei Rauchern und Passivrauchern fest, da die Augen sich in direktem Kontakt mit den giftigen Substanzen befinden.

Tabak und Abhängigkeit

Beim abhängigen Raucher ist Tabak Synonym von Wohlbefinden. Wie erklärt sich das? Chemisch gesehen stimuliert Nikotin die Freisetzung von Dopamin und anderen Hormonen (Noradrenalin, Serotonin…), die die Laune beeinflussen und kurzfristig einen direkten Eindruck von Glück und Wohlbefinden vermitteln. Die Freude am Rauchen erklärt sich auch durch den Kontext, da die Zigarette mit einem entspannenden Moment, den man sich gönnt, verbunden wird, einem geselligen Moment, den man mit anderen Rauchern teilt. Dies ist ein wellenförmiges Phänomen: Bei Nikotinmangel wird ein Stresszustand produziert, der wiederum durch eine neue Zigarette gemindert wird und so weiter.

Mädchen sehen darin auch häufig auch einen Appetitzügler, um ihr Gewicht zu halten, da Rauchen Kalorien verbraucht (20 Zigaretten/Tag entsprechen einem Verbrauch von +/- 200 Kalorien) und zusätzlich dazu neigt, den Hunger zu stillen. Hört der Betroffene mit Rauchen auf, passieren mehrere Dinge: Der Nikotinmangel erzeugt eine riesige Lust zu rauchen und der Ex-Raucher kompensiert dies unter anderem durch Essen. Da eine Gewichtszunahme auch häufig eine große Sorge für viele Personen darstellt, bewirkt dies auch oft einen Rückfall. Um diese Gewichtszunahme zu vermeiden, muss der ehemalige Raucher seine Essensgewohnheiten ändern, seinen Kalorienverbrauch durch regelmäßige Bewegung oder Sport erhöhen und sich, wenn möglich, durch eine Tabakologen begleiten lassen. Nein zum Tabak sagen, bedeutet auch, seinen Geruchssinn und Geschmack wiederfinden. Und dies recht zügig nach dem Aufhören.

Die Droge Tabak ist verantwortlich für zwei Formen von Abhängigkeit. Eine psychologische Abhängigkeit und je nach Menge eine körperliche Abhängigkeit.

Langfristig raucht der Raucher weiter, selbst wenn er keine Lust mehr hat, da sein Organismus an den Tabakkonsum gewöhnt ist, sodass er nicht normal funktionieren kann, wenn ihm diese Substanz nicht zugeführt wird; dies ist ein Kreislauf körperlicher Abhängigkeit.

Wenn der Jugendliche das Rauchverhalten in seinen Lebensstil integriert hat (Gesten, Zusammenhang mit Stressbewältigung oder Appetit, Freude in Gesellschaft zu rauchen...), ist es schwierig, sich von dieser psychologischen Abhängigkeit zu lösen.

Entscheidet der Jugendliche sich aufzuhören, können die Entzugserscheinungen zahlreiche Symptome in den ersten 72 Stunden hervorrufen. Diese lassen in den nächsten beiden Wochen nach und verschwinden innerhalb eines Monats. Um effizient zu sein, muss die Hilfe beim Aufhören mit dem Rauchen einen globalen Ansatz verfolgen und die körperliche sowie psychologische Abhängigkeit behandeln. Es gibt ausgebildete Fachleute, die den Raucher beim Aufhören begleiten.

Gesetzgebung, Werbung und Marketing

Der Verkauf von Tabak an Personen unter 16 Jahren ist untersagt und trotz eines Gesetzes aus dem Jahre 1997, das jegliche direkte oder indirekte Werbung verbietet, sind die Zigarettenhersteller und Werbefachleute erfinderisch, um ihre Reklame fortzuführen, auf die Verletzbarkeit der Jugendlichen einzuwirken, um die Verkaufszahlen zu erhöhen und neue Raucher anzuziehen. So befindet sich überall versteckte Werbung: Internet, Zeitschriften, Sponsoring bei Sportveranstaltungen, Verteilen von Artikeln mit ihrem Markenlogo bei kulturellen Veranstaltungen; um cool und sexy zu wirken, zögern sie nicht, eine Berühmtheit, einen Star eine paffen zu lassen oder sie verbreiten ein attraktives und sportliches Image.

Heute ist es Pflicht, „zusätzliche“ gesundheitliche Warnhinweise mit abstoßenden Fotos auf den Zigarettenschachteln und Verpackungen aller Tabakprodukte abzudrucken. Als Warnhinweis erscheinen diese Informationen allerdings nicht auf dieselbe Art und Weise auf anderen Tabakprodukten. So erscheint der Gesundheitshinweis auf den Verpackungen von losem Tabak und Zigarrenschachteln, während auf den Packungen von Shisha-Tabak nur selten ein Warnhinweis ist.

Eine andere Gesetzgebung in Sachen Rauchen: der Kampf gegen das Passivrauchen. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist Passivrauchen die Ursache für 10 % der Lungenkrebs-Erkrankungen bei Nicht-Rauchern, Atemwegserkrankungen und Allergien, insbesondere bei Kindern, die dem Rauch ausgesetzt sind. Außerdem erhöht Passivrauchen die Gefahr eines plötzlichen Kindstodes.

Diese Gesetzgebung untersagt das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, am Arbeitsplatz und in der Schule. Seit 2010 wird diese Gesetzgebung auch auf den Horeca-Sektor angewandt und seit 2011 ist es verboten, in Cafés, Bars, Diskotheken, Casinos, Clubs... zu rauchen. Dieses Rauchverbot an öffentlichen Plätzen verpflichtet jeden Raucher, auf der Straße zu rauchen, was in manchen Fällen eine Ablehnung der Raucher zur Folge hat, ein antisoziales Klima mit sich bringt und vielleicht als Bremse für die Geselligkeit empfunden wird. In Städten treten außerdem auch Klagen wegen nächtlicher Ruhestörung und anderer Belästigungen auf.

Gefährliche und krebserregende Substanzen in der Zigarette

Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist nicht allein das Nikotin für die Tabakabhängigkeit verantwortlich. Neben dem freigesetzten Kohlendioxid (CO2, das man auch in den Abgasen der Autos findet), gibt es zahlreiche krebserregende Stoffe im Zigarettenrauch, wie Teer (was zum Straßenbau verwendet wird), die mehrere Tausend gefährliche Substanzen erhalten, reizauslösende Substanzen wie Aceton (Nagellackentferner) und Stickoxide, Zusatzstoffe, um den Geschmack des Tabaks zu verbessern, Glycerin, das das Einatmen des Rauchs vereinfacht, aber auch Menthol und Farbstoffe. Um das Papier weißer zu machen, wird Kalziumkarbonat hinzugefügt, aber auch Kakao, damit der Rauch leichter und tiefer in die Lungen gelangt. Viele andere giftige Substanzen sind im Tabakrauch enthalten: Blei, Polonium, Methanol, Quecksilber… Alles in allem 4000 Substanzen sind im Tabakqualm (im Rauch, den man einatmet oder nicht) enthalten.

Die Shisha

Andere Tabaktrends sind in den letzten zehn Jahren bei den Jugendlichen aufgetreten.

Shisha (Shisha bedeutet Glas auf Persisch und bezieht sich auf den Glasbehälter) oder Nargile (was Kokosnuss bedeutet, da man früher als Behältnis eine Kokosnuss benutzte) rauchen ist eine häufige und gesellige Praxis, die oft mit einem entspannenden Moment in Gesellschaft verbunden wird. Es handelt sich um eine Wasserpfeife, in die man ein Stück Holzkohle legt, die den Tabak langsam verbrennen lässt, mit mehreren flexiblen Schläuchen, von denen einer mit einer halb mit Wasser gefüllten Vase verbunden ist und ein anderer als „Rauch-Siphon“ dient. Der durch die Verbrennung entstandene Rauch wird abgekühlt, bevor er vom Raucher eingeatmet wird. Durch die Verbrennung der Holzkohle entsteht eine große Menge CO2, so viel wie bei einer Zigarette. Der Nikotingehalt ist niedriger, da das Nikotin in Wasser aufgelöst wird, aber es behält dieselben zur Abhängigkeit führenden Eigenschaften. Eine Shisha-Sitzung entspricht einem durchschnittlichen Konsum von 10 bis 20 Zigaretten, was den inhalierten Rauch angeht. Ein Zug an der Wasserpfeife entspricht 1 bis 2 Litern Rauch, wobei der Zug an einer Zigarette ½ Liter Rauch entspricht. Sehr oft werden Shishas in geschlossenen Räumen geraucht, wo die Vergiftung höher ist und das Passivrauchen intensiv. Außerdem können durch das Teilen des Mundstücks der Shisha Krankheiten übertragen werden (Herpes, einige Pilze, Tuberkulose, Grippe…).

Mehrere Studien zeigen, dass die Jugendlichen schlecht aufgeklärt sind und insbesondere denken, dass in der Shisha natürliche Kräuter, kein Nikotin und Fruchtextrakte, die nicht süchtig machen, enthalten sind, und dass der Rauch gefiltert wird und somit Wasserdampf eingeatmet wird. Kurz gesagt: Die meisten kennen die Wirkungen und Schäden für ihre Gesundheit nicht, denn Shisha-Rauchen birgt dieselben Gefahren wie die Zigarette.

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