Et toi, t’en penses quoi ?

Das Know-how

Vor der Debatte

Legen Sie die Ziele fest

Besinnen Sie sich auf die Theorie Ihres Themas und versuchen Sie, sich die Ziele zu eigen zu machen. Sie sind das „Ergebnis“, das Sie am Ende der Animation erreichen möchten. Während der Debatte geht es im Wesentlichen um qualitative Ziele (Verbesserung des kritischen Denkens, Abstand nehmen von bestimmten Verhaltensweisen...).

Bereiten Sie Ihre Hilfsmittel vor und denken Sie daran, das gesamte Material mitzunehmen, das für Ihre Animation notwendig ist.

Über www.et-toi.be können Sie eine Akte ausdrucken, die Folgendes enthält:

  •  die Theorie zum Thema, das Sie behandeln möchten (höchstens zwei Themen pro Akte)
  •  eine Erklärung der Sätze, die Sie ausgewählt haben
  •  Ihre gebrauchsfertigen Animationskarten

Vergessen Sie nicht, für jede Untergruppe eine Kopie Ihrer Animationskarten zu machen!

Nehmen Sie außerdem Ihre Merkzettel und Zusammenfassungen mit sowie ein Hilfsmittel, um eventuell die wichtigen Aspekte und die Ideen, die sich entwickeln, zu notieren (eine Tafel, eine tragbare Stellwand...), Kugelschreiber, Leuchtstifte, Papier... Besorgen Sie auch ein Hilfsmittel, um die Funktionsregeln (den Arbeitsrahmen) auszuhängen.

Bereiten Sie den Raum vor

Bei einer Debatte brauchen Sie Platz. Versuchen Sie, einen möglichst großen Raum freizumachen und behalten Sie nur die allernötigsten Möbel (schieben Sie beispielsweise die Tische an die Wände). Für die Animation bei „Und du...“ ist es erforderlich, dass die Gruppe in einer Debattieranordnung in großer Gruppe (wenn möglich im Kreis) und in kleinen Gruppen (Gruppen von fünf Personen um einen kleinen Tisch) gesetzt werden kann. Die Änderung der gewöhnlichen Klassenanordnung ermöglicht es auch, das psychologische Bild des Klassenraums zu „zerstören“ und so in eine andere Umgebung einzutreten.

Während der Debatte: die Etappen und wichtige Ratschläge

Die Etappen einer Debatte

  1.  Die Gruppe empfangen, eine einladende Atmosphäre schaffen.
  2.  Die Animation einführen mit der Ankündigung des Themas, der verfolgten Zielen, der Form der Animation und ihres Ablaufs.
  3.  Die Funktionsregeln erklären (auch Rahmen genannt, wird nachstehend erläutert). Diese müssen während der gesamten Animation sichtbar bleiben (ausgehängt, projiziert...) Die Gruppe muss sich einverstanden erklären. Man kann der Gruppe die Gelegenheit bieten, die Regeln zu ergänzen oder sie noch einmal zu definieren (optional).
  4.  Die „Arbeitsvorschriften“ erläutern und sich vergewissern, dass jeder sie versteht.
  5.  Die Debatte anstoßen.
  6.  Wichtige Ideen, Fragen notieren, um sie im richtigen Augenblick noch einmal einzubringen (insbesondere bei der Erstellung der Synthese der Diskussionen).
  7.  Die Synthese des Fortgangs der Gruppe erstellen, indem man die verschiedenen angesprochenen Punkte aufgreift und sie darlegt, ohne ins Detail zu gehen. So kann die Information festgehalten werden.
  8.  Abschließen, indem einige Schwerpunkte zusammengefasst werden, ohne einen Konsens zu suchen.
  9.  Das Wort nach dem Abschluss nicht mehr erteilen.
  10.  Am Ende der Sitzung die Debatte bewerten.
  11.  Den Teilnehmern für ihre Mitarbeit danken, indem ihre Leistung wertgeschätzt wird.

Die Funktionsregeln

Der Gruppe den Rahmen der Debatte erklären.

Der Animator muss als sein Wächter fungieren. Jede Übertretung, jedes Fehlverhalten kann gemaßregelt werden, indem man einfach auf die Regeln verweist, die festgelegt und von der Gruppe akzeptiert worden sind.

Ein übertriebenes Verhalten muss gemaßregelt werden. Es ist jedem Animator selbst überlassen, das am besten geeignete Mittel zu finden. Ein Ausschluss ist jedoch wahrscheinlich selbst nach mehrfacher Ermahnung nicht die bevorzugte Lösung. Es können andere Mittel in Betracht gezogen werden: dem Störenfried eine besondere Aufgaben auferlegen (die geäußerten Ideen auf der Tafel notieren...), ihn bitten, seine Störungen zu rechtfertigen... Eine andere Alternative ist möglicherweise, die Gruppe ein Urteil fällen zu lassen: Akzeptiert die Gruppe das Verhalten des Jugendlichen, welches ist ihre Entscheidung?

Die zeitliche Organisation

Eine Debatte erfolgreich abschließen bedeutet ganz einfach, sie innerhalb des Zeitrahmens zu beenden. Es ist also sehr wichtig, stets Ihren Zeitplan im Auge zu behalten.

  •  Halten Sie immer eine Wand- oder Armbanduhr im Blick.
  •  Sie können die einzelnen Animationsetappen zeitlich genau timen, indem Sie sie vorbereiten.
  •  Sie können einen Jugendlichen zum „Zeitwächter“ ernennen.
  •  Halten Sie die Fristen ein, die Sie für sich festgelegt haben.
  •  Weisen Sie die Jugendlichen immer auf die verstrichene Zeit oder die Ablauffrist hin („es bleiben noch fünf Minuten, dann versammeln wir uns wieder in der großen Gruppe“, „noch zwei Fragen, dann kommen wir zum Abschluss“ usw.).

Sich auf das Thema und die Ziele konzentrieren

Bei einer Debatte kann man schnell einmal vom Thema abweichen. Der Animator muss besonders aufmerksam darauf sein, dass die Gruppe sich nicht in endlose Abschweifungen verliert.

Wenn es zu einer solchen Abschweifung kommt, bringen Sie die Debatte einfach wieder in die richtige Richtung, indem Sie das angesprochene Thema sowie die Ziele in Erinnerung rufen. Die Gruppe ist nicht dazu da, über andere Dinge zu diskutieren, außer wenn sie bei einer Argumentation aufgegriffen werden und dies zu Überlegungen im Zusammenhang mit dem Thema führt.

Wenn das Thema der Abschweifung Ihnen interessant erscheint, können Sie es immer notieren und vorschlagen, es später wieder aufzugreifen.

Animieren heißt nicht unterrichten

Die Aufgabe des Animators der Debatte ist es nicht, auf Fragen zu antworten. Er muss diese vielmehr an die Gruppe weitergeben, sie kursieren lassen, nach Antwortelementen innerhalb der Gruppe suchen lassen. Wenn auf eine Frage wirklich keine Antwort gefunden wird und die Antwort notwendig ist, dann kann der Animator diese bei der Synthese der Debatte liefern.

Versuchen Sie also, sich als „einfacher“ Vermittler zu positionieren.

Bei der Animation „Und du, was denkst du?“ helfen Ihnen die Erläuterungen der Sätze, die Ihnen in Ihrer Akte zur Verfügung gestellt werden, die Themen und Aspekte zu identifizieren, die Sie der Gruppe entlocken sollten, und gegebenenfalls Informationselemente bei der Synthese zu geben. Diese Erläuterungen müssen nicht unverändert übernommen, sondern je nach Situation, laufender Debatte und Publikum gewichtet werden.

Die Grenzen respektieren

Wissen hat Grenzen. Als Animator ist es besser, sein Unwissen einzugestehen und den Jugendlichen vorzuschlagen, die Antwort zu recherchieren, als zu versuchen, auf eine heikle Frage zu antworten. Ein Erwachsener, der seine Grenzen eingesteht, wird umso mehr respektiert.

Auch in Bezug auf die Kommunikations- und Animationstechniken muss der Animator seine Grenzen kennen: Bis zu welchem Punkt können Sie mit einem aggressiven Verhalten umgehen/es aushalten? Kommen Sie mit einer besonders unaufmerksamen Gruppe zurecht? Wenn man sich dessen im Vorfeld bewusst ist, kann man sich vorbereiten und die erforderlichen Werkzeuge besorgen, um sich optimale Bedingungen zu schaffen (Techniken zum Konfliktmanagement, Kommunikationstechniken, wieder auf das Thema, auf die Ziele zu sprechen kommen usw.). Der zu Beginn mit der Gruppe definierte Rahmen wird ein entscheidendes Hilfselement für den Animator.

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