Et toi, t’en penses quoi ?

Theorie

Lächeln, Zahnarzt und Zahngesundheit…

Insgesamt ist die Zahngesundheit bei Kindern  und Jugendlichen ziemlich gut in Belgien. Aber um diesen Zustand zu erhalten, sind eine Stärkung der Prävention und eine ständige Aufmerksamkeit erforderlich.

Sprechen, lächeln, …: die Zahn- und Mundgesundheit spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau und der Stabilität des Selbstwertgefühls bei jungen Menschen wie bei Erwachsenen. Das Lächeln und die Gesundheit der Zähne beeinflussen die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Liebesbeziehungen, aber auch die Wertschätzung der eigenen Person.

Das Lächeln gehört zu den ersten Dingen, die uns auffallen, wenn wir einen anderen Menschen anschauen. Schlechte und ungepflegte Zähne können sich mit der Zeit auf das psychische und gesellschaftliche Wohlbefinden auswirken. Das Jugendalter ist eine kritische Zeit für die Mund- und Zahngesundheit: Was der Heranwachsende als Kind im Kindergarten oder in der Grundschule über die Zahngesundheit gelernt hat, ist nicht mehr altersgemäß. Dann besteht sogar die Tendenz, das Gelernte abzulehnen.

Das Bedürfnis, eigenständig zu werden, und die Distanzierung gegenüber der Autorität der Erwachsenen, können zu einer Vernachlässigung der täglichen Zahnpflege führen. Hinzu kommen schlechte Ernährung und der Genuss schädlicher Getränke (Snacks, Erfrischungsgetränke, Alkohol, …) und weniger häufige Zahnarztbesuche. Verschlimmert wird alles nur noch durch die berüchtigte „Angst vor dem Zahnarzt“ (Angst vor Schmerzen, vor der Kritik des Zahnarztes wegen des schlechten Zustands der Zähne, vor schlechten Nachrichten, vor den Behandlungskosten, …). Das alles vermischt sich dann noch mit diffusen Vorstellungen vom Zahnarztbesuch: erst warten, bis es schmerzt oder zum Zahnarzt gehen, wenn alles gut läuft?

Jugendliche haben offensichtlich nicht alle die gleiche Einschätzung der Zahngesundheit. Ihnen ist nicht ausreichend bewusst, dass ihre heute noch (relativ) guten Zähne morgen schon nicht mehr unbedingt gesund sein werden, und dass tägliche Zahnpflege unbedingt erforderlich ist …

Was unbedingt für eine gute Zahngesundheit erforderlich ist

Der erste Reflex, den wir uns für eine gute Zahngesundheit angewöhnen sollten, ist zweimal täglich unsere Zähne mit einer möglichst einfachen Zahnpasta zu putzen. Zur vollständigen Reinigung gehört zusätzlich die Zahnseide oder ganz feine Interdentalbürsten. Mundspülungen hingegen bringen fast gar nichts, abgesehen von einem frischen Atem. Mit Mundwässern sollte man also sehr zurückhaltend umgehen. Jedenfalls ersetzen Mundspülungen niemals das Zähneputzen.

Der zweite Reflex ist der jährliche Zahnarztbesuch (prophylaktisch, bei dem beispielsweise der Zahnstein entfernt oder eine Heilbehandlung durchgeführt wird (z.B. bei Karies usw.). 

Obwohl sie jahrelang immer wieder hören, wie wichtig Hygiene ist, lassen sich manche Jugendliche nicht leicht davon überzeugen, und alles, was mit „Prävention“ zu tun hat, interessiert sie noch weniger, weil sie - typisch für ihr Alter - glauben, ihre Gesundheit sei „unverwüstlich“ Auch wenn sie also die Anleitung kennen, heißt das nicht, dass sie sie auch anwenden …

Der Mythos von den weißen Zähnen

Bei Jugendlichen spielt das Aussehen eine große Rolle … Die Medien verbreiten Bilder von Stars mit ultraweißen und perfekt ausgerichteten Zähnen, die Jugendlichen als Vorbilder dienen. In Wirklichkeit aber sind wir nicht alle gleich: Die einen haben von Natur aus weiße, die anderen gelbe Zähne, bei den einen stehen die Zähne schön in der Reihe, bei anderen schief, und das ist nicht unbedingt eine Frage mangelnder Hygiene.

Den ästhetischen Kriterien der Mode entsprechend werden auf dem Markt der Schönheitsprodukte leicht zugängliche Bleichmittel angeboten, die jedoch nicht unbedingt wirksam bzw. harmlos sind. So enthalten bestimmte Zahncremes und Mundspülungen mit „Bleicheffekt“ chemische Wirkstoffe, wenn auch in geringer Dosis (Wasserstoffperoxid zum Beispiel), die in der empfohlenen Menge ungefährlich sind. Diese Zahnpflegeprodukte sind teurer als die üblichen, helfen aber nur sehr wenig oder bringen allerhöchstens eine zeitlich sehr begrenzten optische Aufhellung. 

Richtige Zahnbleichmittel, die eine bessere Wirkung haben, sind jedoch bei Minderjährigen nicht erlaubt. Das Bleichen von Zähnen darf nur in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden, weil die eingesetzten chemischen Produkte gefährlich sein können.

Neu auf dem Markt sind die sogenannten „Beauty Shops“ oder Schönheitsinstitute, die oft teure Behandlungen von nur wenigen Minuten anbieten, deren Wirkung jedoch umstritten ist. Auch diese sind Jugendlichen nicht zugänglich…

Ist den jungen Menschen nicht bewusst, dass die Stars sich ihr Gebiss für teures Geld von ihren Zahnärzten liften lassen? Ist ihnen nicht klar, dass die Bilder fast ausnahmslos retuschiert sind? Es ist also besser, man fängt mit jungen Menschen einfach nochmals von vorne an: zweimal täglich Zähneputzen und gründliche Zahnsteinentfernung lassen die Oberflächenfärbung mit der Zeit verschwinden. Danach sollte der Nachdruck einerseits auf das Selbstwertgefühl und andererseits auf die kritische Haltung gegenüber den von den Medien verbreiteten Bildern  gelegt werden. Das sind die beiden wichtigsten Schlüssel zu einer guten Mund- und Zahngesundheit.

Teenager neigen manchmal zu gesundheitsschädigendem Verhalten

Bestimmte Verhaltensweisen oder Nahrungsmittel können zu Zahn- und Mundschäden führen: Drogen , Alkohol , Zigaretten , säurehaltigen Getränken, aber auch stark gesüßte Frühstücksflocken, Kaffee und Tee, Chips, Soßen und Fertiggerichten, sogar die sogenannten Light-Getränke … greifen die Zähne an oder fügen ihnen Schaden zu, wegen der Säuren, des Zuckers oder der Farbstoffe, die sie enthalten. Auch das Knabbern zwischendurch ist schädlich, denn auf diese Weise bleibt der Säuregehalt im Mund sehr hoch. Es ist also wichtig, dass die Jugendlichen den Zusammenhang zwischen ihrer Mundgesundheit und dem, was sie zu sich nehmen, erkennen.

Bis 18 Jahre Leistungen zu 100% von der Krankenkasse erstattet

Die prophylaktischen Zahnarztbesuche und alle zahnärztlichen Leistungen (mit Ausnahme der Kieferorthopädie) werden jungen Leuten bis zum 18. Geburtstag in voller Höhe erstattet. Die Frage der Kosten dürfte also niemand daran hindern, zum Zahnarzt zu gehen.

Diese und viele andere Informationen über die Zahngesundheit finden Sie unter: http://www.ckk-mc.be/votresante/corps/zahngesundheit/index/index.jsp

 


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