Et toi, t’en penses quoi ?

Anderes Publikum und andere Themen

Die Moderationsanleitung „Und du, was denkst du? Austausch zwischen Jugendlichen“ ist, wie der Name bereits andeutet, auf Jugendliche zugeschnitten. Dennoch funktioniert die Technik des Frasbee, die als Instrument zur Eröffnung einer Debatte genutzt wird, auch für ALLE ANDEREN GRUPPEN, die im debattierfähigen Alter sind und die Regeln verstehen: Erwachsene, Senioren, Sozialschwache, …

Sie können also gleich welche Debatte einleiten, indem Sie die Struktur des Instruments „Und du, was denkst du?“ nutzen. Diese Struktur muss lediglich Ihren Zielen und Ihrem Publikum, vor allem aber dessen Kompetenzen angepasst werden. Dieses Instrument ist zum Beispiel nach entsprechender Anpassung für den Sonderschulunterricht geeignet.

Empfehlungen für die Arbeit mit einem besonderen Publikum

  •  Starten Sie mit dem Projekt nicht zu Beginn des Schuljahres, denn es ist wichtig, dass die Gruppe sich zumindest ein wenig kennt, damit die „Zungen sich lösen“.
  •  Für die Arbeit mit Untergruppen sollte ein Erwachsener die Rolle des „Berichterstatters“ und des „Moderators“ spielen. Aufgabe dieses Erwachsenen ist es nicht, die Debatte in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wenn die Untergruppe wieder zur Gesamtgruppe stößt, achtet der Moderator darauf, dass die jungen Menschen auch sagen, was sie zu sagen haben (nicht nur der Berichterstatter darf reden). Das können Erzieher, Praktikanten, Ergotherapeuten, Logopäden, … sein.
  •  Nachdem Sie die Anweisungen durchgegangen sind und bevor Sie die Untergruppen bilden, schlagen Sie die Aussagen vor und prüfen Sie, ob diese richtig verstanden wurden. Einige Aussagen müssen Sie möglicherweise näher erläutern. Diese Arbeit kann von dem Moderator der Untergruppe übernommen werden.
  •  Der Leiter der Untergruppe stellt die Aussagen eine nach der anderen vor. Es wird eine Aussage nach der anderen behandelt (wenigstens in den ersten Gesprächsrunden).
  •  Ideal sind drei Teilnehmer je Untergruppe (zumindest in den ersten Gesprächsrunden).
  •  Der Moderator muss die Diskussionsrunden in den Untergruppen vorbereiten und möglichst ausgeglichen gestalten: Die Wortführer sind über verschiedene Untergruppen zu verteilen, und es ist darauf zu achten, dass die Gruppe gemischt ist.
  •  Ideal wäre es, wenn die Debatte nicht in der Klasse stattfinden würde. Klassenexterne Bildungsräume wären zu bevorzugen (Psychomotorik-Raum zum Beispiel), wo die kleinen Gruppen sich gut aufteilen lassen und die Zusammenkunft in der großen Gruppe erneut möglich ist (wichtig ist die Vorbereitung der verschiedenen Bildungsräume, damit Leerläufe vermieden werden).
  •  Bei den ersten Diskussionsrunden sollten leichte Aussagen gewählt werden, um die Jugendlichen nicht zu persönlich und auf intime Fragen anzusprechen.
  •  Zwei Themengruppen sollten vermischt werden, eine leichtere und eine, bei der die Jugendlichen sich in der nächsten Runde stärker „einbringen“ müssen.
  •  Beim Austausch in der großen Gruppe muss der Moderator den Meinungsaustausch möglichst gut strukturieren, zum Beispiel anhand einer Tabelle und von Farbkodes: Grün = einverstanden; Orange = mehr oder weniger einverstanden; Rot = nicht einverstanden.

 

Gr. 1

Gr. 2

Gr. 3

Light ist etwas für Mädchen

Rot

Orange

Grün

Alkohol, Männer wissen warum

Grün

Grün

Rot

Light macht schlank

Orange

Rot

Grün

Anhand der Tabelle mit den vorgeschlagenen Aussagen, in der (gegebenenfalls) mehrere Thematiken durcheinander angedeutet werden, soll jede Untergruppe ihre Meinung sagen. Die „Farben“ werden in die einzelnen Felder eingetragen, dann stellt der Moderator der Gruppe die Frage, weshalb sie Grün, Rot oder Orange geantwortet hat. Die Jugendlichen sollen sich dann die Möglichkeit erhalten, sich zu äußern, bevor zur zweiten Aussage übergegangen wird usw.

Der Moderator formuliert die Meinungsäußerungen der verschiedenen Untergruppen um.

Diese Moderationen wurden mit den Lehrern, der Gesundheitsförderung, den PMS-Zentren und den Erziehern der École des Forges in Ciney, im Internat der École Reumonjoie von Malonne und der Sonderschule des IND in Philippeville getestet.

Eine Gesprächsführung, die auf die einzelnen Bedürfnisse zugeschnitten ist

Wie Sie feststellen, haben Sie die Möglichkeit, die Aussagen für die Debatte selbst zu formulieren. Das öffnet das Feld für alle möglichen Themenkreise. Unsere Teams haben im Übrigen regelmäßig Gelegenheit, besondere örtliche Projekte aufzugreifen, besondere Zielgruppen anzusprechen (Debatte über die Hygiene, zu Fragen der Beschäftigung junger Erwachsener, Diskussionsanstoß Cannabis, Workshop zur Zahngesundheit und zur Selbstwertschätzung mit Erwachsenen, …).

Sie haben Lust, diese Erfahrung zu machen, brauchen jedoch eine Begleitung? Unsere Teams können Ihnen ihr Fachwissen zur Verfügung stellen. Setzen Sie sich mit unserem Dienst für gesundheitliche Aufklärung „Gesundheitsinfo/Infor Santé“ in Verbindung (http://www.mc.be/la-mc/conseil-aide/infor-sante/permanence_infor_sante.jsp) oder nehmen Sie an einer unserer Schulungen teil.

Abonnieren Sie unseren NewsletterEntdecken Sie die pädagogischen Werkzeuge der Dienststelle Gesundheit.