Et toi, t’en penses quoi ?

Ablauf

Auf der Karte „Eine Debatte animieren“ finden Sie praktische Hinweise und konkrete Techniken, mit denen Sie Ihre Animation besser leiten können!

Den Rahmen definieren

Sie führen diese Animation durch, um die Jugendlichen dazu zu bringen, über ihre Wahl nachzudenken, miteinander darüber zu reden und Abstand zu nehmen von ihrem Konsum und ihrem Verhalten. Wenn Sie wünschen, kann diese Animation Teil eines Zyklus werden, damit die unterschiedlichen vorgeschlagenen Themen angesprochen werden können. Sie kann auch in ein Schul- oder Klassenprojekt integriert werden. In diesem Fall müssen Sie darauf achten, die Animation entsprechend neu auszurichten.

Erklären Sie den Jugendlichen, dass es bei dieser Animation einige Regeln gibt, über die man sich im Klaren sein muss, damit jeder von der Diskussion profitieren kann.

  •  Die Vertraulichkeit und die Äußerungen der Teilnehmer respektieren (was hier gesagt wird, muss innerhalb der Gruppe bleiben, nur die Ideen und Überlegungen dürfen „anonym“ weitergegeben werden)
  •  Die Meinung der anderen respektieren, ohne ein Urteil zu fällen
  •  Verantwortung zeigen für das, was man sagt (dazu stehen)
  •  Teilnehmen (wenn ich etwas zu sagen habe, sage ich es)
  •  Einander zuhören und jeden zu Wort kommen lassen (Raum für die Schüchterneren/Introvertierteren lassen)
  •  Um das Wort bitten (nur wenn Sie es für Ihre Gruppe als notwendig erachten)

Die Schüler bitten, diesen Rahmen mitzutragen, d.h. dass sie sich verpflichten, ihn zu respektieren.

Die Animation vorstellen

Erklären Sie das Frasbee-Prinzip und den Ablauf.

Lesen Sie die Sätze gemeinsam, um sicherzustellen, dass jeder den Wortschatz gut versteht. Achten Sie darauf, dass Sie keine Orientierungsvorgaben machen.

Aufteilung in Untergruppen

Teilen Sie die Jugendlichen in Untergruppen von höchstens vier bis fünf Personen auf, wenn möglich gemischt (Geschlecht, Alter, Vorlieben...).

Bei der Zusammensetzung können Sie zufällige Kriterien verwenden, um ein Empfinden von „Ungerechtigkeit“ zu vermeiden: alphabetische Reihenfolge der Vor- bzw. Nachnamen, Haarfarbe, ein bestimmtes Accessoire oder Kleidungsstück, bis vier oder fünf zählen und die gleichen Zahlen bilden eine Gruppe, Rätsel aufgeben (die Ersten, die antworten, sind in derselben Gruppe)... Achtung, je nach Methode kann dies etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Verteilen Sie in jeder Gruppe die Animationskarten (jede Gruppe muss alle Sätze erhalten).

Arbeit in Untergruppen

Jede kleine Gruppe muss im gemeinsamen Einvernehmen unter den vorgeschlagenen Sätzen (bei acht Sätzen insgesamt) Folgendes bestimmen:

  •  Zwei Sätze, mit denen sie einverstanden ist
  •  Zwei Sätze, mit denen sie nicht einverstanden ist
  •  Zwei Sätze, mit denen sie mehr oder weniger einverstanden ist
  •  Die beiden übrigen Sätze können außer Acht gelassen werden (keine Übereinkunft oder kein besonderes Interesse)

Einige Regeln, die zu beachten sind

  1.  Es darf nicht abgestimmt werden, die Gruppe muss debattieren und diskutieren, ihre Wahl erklären und eine gemeinsame Position finden, mit der jeder einverstanden ist.
  2.  Die Gruppe muss die gemeinsame Stellungnahme vorbereiten: die Antwortelemente schriftlich festhalten, um argumentieren zu können, die Diskussionen und die daraus resultierende Wahl erläutern. Es geht nicht darum, schöne Sätze zu formulieren, sondern Notizen zu haben, die die Argumente von jedem wiedergeben.
  3.  Jede Meinung zählt und muss in die Debatte eingebunden werden.
  4.  Legen Sie die Zeit für die Diskussion in den Untergruppen fest. Für 50 Minuten Animation schlagen Sie beispielsweise 15 Minuten Debatte vor oder 30 Minuten bei einer Animation von 2x50 Minuten. Bleiben Sie für die Untergruppen verfügbar.

Erneute Zusammenkunft in der großen Gruppe

Jeder nimmt seinen Platz wieder ein (die Untergruppen können sich zwar wieder auflösen, dies ist aber nicht immer ideal für den Erhalt einer guten Dynamik).

Legen Sie den Rahmen fest: Sie werden alle gemeinsam die Wahl jeder Gruppe diskutieren. Ziel ist es nicht, einen Konsens zu erreichen, sondern die Argumente von jedem einzelnen zu hören, um unser Denken weiterzuentwickeln.

Fragen Sie „wie ist das in der Untergruppe gewesen? “, „wie habt ihr euch gefühlt? “, „war es schwer, ein gemeinsames Einvernehmen zu finden? “.

Fragen Sie eine erste Gruppe nach einem Satz, mit dem „sie einverstanden ist“, notieren Sie ihn eventuell auf einer Tafel. Die Gruppe hat keinen Sprecher, jedes Mitglied der Gruppe kann sich äußern.

Die Gruppe muss ihre Wahl mit Argumenten erklären. Zögern Sie nicht, die Argumente mit präzisierenden Fragen zu vertiefen: „warum denkst du, dass...? “, „inwiefern ist es leichter/schwieriger? “, „was bedeutet das in der Praxis, konkret? “.

Vergewissern Sie sich ebenfalls, dass die Gruppen nicht einfach eine „politisch korrekte“ oder „konditionierte“, theoretische Meinung wiedergeben („es ist dumm, zu trinken, nur weil man sich nicht traut nein zu sagen“ --> „und passiert es dir nie, dass du ja sagt, obwohl du keine Lust hast? “ --> „ja schon...“).

Beleben Sie die Debatte wieder

  •  Gibt es andere Gruppen, die diesen Satz derselben Kategorie zugeordnet haben? Einer anderen Kategorie? Warum? Sind die Meinungen unterschiedlich?
  •  Hatten andere Mitglieder der Gruppe Schwierigkeiten, sich der Entscheidung anzuschließen? Wenn ja, warum? Welches waren die Gegenargumente?
  •  Ist eine andere Sichtweise vorstellbar? Könnte jemand gegenteiliger Meinung sein und warum?
  •  Warum haben die Jugendlichen dieses Verhalten, diese Meinung? Können sie sie ändern? Gibt es einen äußeren Einfluss?
  •  Manchmal können auch eine Anekdote, ein aktueller Bezug, eine Stellungnahme oder Statistiken die Debatte wiederbeleben.

Schließen Sie den Satz ab, wenn die Debatte abebbt.

Beginnen Sie die Debatte wieder mit so vielen Sätzen wie möglich.

Abschluss

Schließen Sie die Animation ab, indem Sie die erörterten Themen und die entsprechenden Schlussfolgerungen der Jugendlichen für ihr Verhalten, die Fragen, die sie sich stellen und die Ratschläge, die sie daraus für sich ziehen, noch mal aufnehmen (achten Sie darauf, dass Sie möglichst viele der angesprochenen Argumente und Aspekte aufnehmen).

Fügen Sie eventuell einige Informationen hinzu, wenn diese ausdrücklich verlangt worden sind und die Gruppe nicht antworten konnte.

Bedanken Sie sich für die Beteiligung und ermuntern Sie die Jugendlichen, weiterhin über diese Themen, ihre Wahl und ihr Verhalten nachzudenken.

Bewertung

Entweder in Lebensgröße in der Klasse: Auf einer Skala von 0 bis 100 cm (laufende Meter) Post-Its kleben.

Für jede Aussage Post-Its in verschiedenen Farben verwenden.

Oder auf einem einzelnen Blatt: Eine vertikale Linie mit Maßeinteilungen zeichnen. Dann auf diese Linie für jede Aussage einen Strich in verschiedener Farbe zeichnen, und zwar auf der Höhe der Bewertung (unten auf der Linie: ganz und gar nicht; oben auf der Linie: auf jeden Fall).

  •  Ich konnte meine persönliche Meinung äußern.
  •  Ich hatte das Gefühl, dass man mir zuhört.
  •  Es hat mir gut gefallen, in der Gruppe über diese Themen zu sprechen.
  •  Ich glaube, dass ich noch viel über das nachdenken werde, worüber wir gesprochen haben.
  •  Mir ist bewusst geworden, dass viele Dinge mein Essverhalten beeinflussen können.
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